Italien fordert Tokenisierung von SEPA-Zahlungen in der EU

Italiens Zentralbank fordert die EU auf, SEPA-Zahlungen mithilfe von Blockchain zu tokenisieren, um Effizienz, Modernisierung und Wettbewerbsfähigkeit im digitalen Zahlungsverkehr zu stärken.

Die Bank von Italien hat die EU-Politik dazu aufgerufen, die Umwandlung des einheitlichen Euro-Zahlungsverkehrsraums (SEPA) in ein tokenisiertes System mithilfe von Blockchain- und Distributed-Ledger-Technologie zu prüfen. Ziel ist es, die Euro-Zahlungsinfrastruktur zu modernisieren, die Effizienz zu steigern und die Aufsicht der Zentralbanken zu sichern, während digitale Vermögenswerte und Stablecoins zunehmend an Bedeutung gewinnen. Die Initiative reagiert auf die wachsende Konkurrenz durch private digitale Währungen und den Bedarf an programmierbaren, schnelleren und interoperablen Zahlungslösungen. Jüngste Tests der EZB zeigten bereits hohe Abwicklungsvolumina über DLT, und Prognosen erwarten, dass tokenisierte Bankeinlagen bis 2030 ein Volumen von mehreren Billionen Euro erreichen könnten. Der Vorschlag hat eine politische Debatte in Europa ausgelöst und steht im Einklang mit den Bemühungen um einen digitalen Euro sowie der Sicherung der Wettbewerbsfähigkeit und Souveränität der europäischen Finanzinfrastruktur.

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