EZB stellt Appia-Roadmap für tokenisierte Finanzmärkte vor
Die EZB stellt die Appia-Roadmap für ein tokenisiertes Finanzökosystem vor. Geplant sind die Pontes-DLT-Plattform (Start Q3 2026) und ein vollständiger Rahmen bis 2028.
Die Europäische Zentralbank (EZB) hat die Appia-Roadmap präsentiert, eine umfassende Initiative zur Entwicklung eines tokenisierten Wholesale-Finanzökosystems in Europa. Im Fokus steht die Integration von Distributed-Ledger-Technologie (DLT) in bestehende Finanzinfrastrukturen, wobei die Abwicklung weiterhin auf Zentralbankgeld basiert. Die Roadmap besteht aus zwei Hauptkomponenten: Pontes, eine DLT-basierte Abwicklungsplattform, die im dritten Quartal 2026 starten soll, und Appia, dem strategischen Rahmen für Architektur, Standards und Governance des künftigen Ökosystems. Pontes wird Blockchain-basierte Marktinfrastrukturen mit den TARGET-Zahlungssystemen des Eurosystems verbinden. Appia definiert die langfristige Struktur und Standards für tokenisierte Märkte. Ein vollständiges Konzept ist für 2028 geplant. Die EZB lädt Banken, Unternehmen, Technologieanbieter und öffentliche Institutionen ein, bis zum 22. April 2026 im Rahmen einer öffentlichen Konsultation Feedback zu geben. Ziel ist es, Europas Finanzmarktinfrastruktur zu modernisieren, die Effizienz zu steigern und Innovation sowie Resilienz zu fördern.