Engie prüft Bitcoin-Mining für Solarstromüberschüsse
Engie prüft, überschüssigen Solarstrom in Brasilien für Bitcoin-Mining zu nutzen, um Energieüberschüsse zu monetarisieren. Das Projekt profitiert von Brasiliens Steuerbefreiung.
Das französische Energieunternehmen Engie prüft, überschüssigen Strom aus seiner 895-MW-Solaranlage Assu Sol in Brasilien für das Bitcoin-Mining zu nutzen. Aufgrund von Netzengpässen und schwankender Nachfrage produziert die Anlage häufig mehr Strom, als das Netz aufnehmen kann, was zu ungenutzter erneuerbarer Energie führt. Engie erwägt zwei Hauptstrategien zur Monetarisierung dieses Überschusses: die Installation von Batteriespeichersystemen oder die Einrichtung von Bitcoin-Mining-Rechenzentren vor Ort, die flexibel überschüssigen Strom verbrauchen können. Bitcoin-Mining gilt als besonders geeignet, da der Betrieb schnell an das verfügbare Stromangebot angepasst werden kann und so während Zeiten der Überproduktion stabile Einnahmen ermöglicht. Die Initiative profitiert zusätzlich von Brasiliens Steuerbefreiung für fortschrittliche Mining-Geräte bis 2028, was die finanzielle Attraktivität des Projekts erhöht. Engie betont jedoch, dass die Umsetzung eines derart groß angelegten Projekts sorgfältige Planung erfordert und keine kurzfristige Lösung darstellt.