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Was ist ein Cold-Storage-Wallet? Sicherer Leitfaden für Krypto

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Patrick Dike-Ndulue
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Cold Storage gilt als eine der sichersten Methoden zur Aufbewahrung von Kryptowährungen. Mit zunehmenden Sicherheitsbedenken entscheiden sich immer mehr langfristige Krypto-Investoren dafür, ihre Vermögenswerte offline zu speichern, statt auf Börsen oder in internetverbundene Wallets. Eine Umfrage aus dem Jahr 2022 zeigte, dass fast 60 Prozent der langfristigen Krypto-Anleger Cold Wallets nutzen. Das ist nachvollziehbar: Seit 2011 wurden laut Branchenberichten mehr als 3 Milliarden US-Dollar an Kryptowerten aus Hot Wallets und Krypto-Börsen gestohlen. Jeder größere Hack verstärkt den Trend zur Offline-Aufbewahrung. In diesem Leitfaden erklären wir, was ein Cold-Storage-Wallet ist, wie es funktioniert und ob es die richtige Wahl für dich ist.

Was ist ein Cold-Storage-Wallet?

Ein Cold-Storage-Wallet, auch Cold Wallet oder Offline-Wallet genannt, speichert private Schlüssel ohne Internetverbindung. Da die privaten Schlüssel niemals online sind, sinkt das Risiko von Hackerangriffen, Malware oder Phishing erheblich. Cold Wallets werden meist für die langfristige Aufbewahrung, für große Beträge und Vermögenswerte genutzt, auf die nicht regelmäßig zugegriffen werden muss.

Wie funktionieren Cold-Storage-Wallets?

Cold Wallets erzeugen und speichern private Schlüssel in einer Offline-Umgebung. Diese Schlüssel kontrollieren den Zugriff auf deine Kryptowährungen und müssen jederzeit geheim bleiben. Der Prozess sieht so aus:

  1. Schlüsselerzeugung: Die Wallet erzeugt ein öffentlich-privates Schlüsselpaar mithilfe kryptografischer Algorithmen. Der private Schlüssel basiert auf einer Zufallszahl und verlässt das Offline-Gerät nie.
  2. Adressenerstellung: Aus dem privaten Schlüssel wird mathematisch der öffentliche Schlüssel abgeleitet, der anschließend gehasht wird, um eine Wallet-Adresse zu erzeugen. Diese Adresse teilst du, um Kryptowährungen zu empfangen.
  3. Offline-Transaktionssignierung: Wenn du Kryptowährungen versenden möchtest, wird die Transaktion auf einem Online-Gerät vorbereitet, aber auf dem Offline-Wallet signiert. Nur die signierte Transaktion, nicht der private Schlüssel, wird anschließend online an das Netzwerk übermittelt.

Je nach Wallet erfolgt die Übertragung per NFC, QR-Codes, Bluetooth oder physische Verbindung.

Gilt eine Hardware-Wallet als Cold Storage?

Ja. Ein Hardware-Wallet ist eine Form des Cold-Storage-Wallets. Dabei handelt es sich um physische Geräte, die private Schlüssel sicher offline speichern. Sie bieten einen guten Kompromiss zwischen hoher Sicherheit und Benutzerfreundlichkeit.

Hot Wallet vs. Cold-Storage-Wallet

Hot Wallet

Cold Wallet

Immer online

Vollständig offline

Geringere Sicherheit

Sehr hohe Sicherheit

Sofortiger Zugriff

Physischer Zugriff erforderlich

Geeignet für tägliche Transaktionen

Ideal für langfristige Aufbewahrung

Höheres Hacking-Risiko

Minimales Hacking-Risiko

Meist kostenlos

Hardware-Kauf erforderlich

 

Hot Wallets sind praktisch im Alltag; Cold Storage eignet sich besser, um größere Beträge über längere Zeiträume zu schützen.

So richtest du eine Tangem Hardware-Wallet ein

Die Einrichtung einer Tangem Hardware-Wallet dauert nur wenige Minuten. Im Gegensatz zu klassischen Hardware-Wallets benötigt Tangem standardmäßig weder Kabel noch Batterien noch eine Seed-Phrase.

Schritt 1: Kaufe eine Tangem Wallet auf der offiziellen Website oder bei einem autorisierten Händler.

Schritt 2: Lade die Tangem-App aus dem App Store oder aus Google Play herunter.

Schritt 3: Aktiviere deine Tangem-Karte per NFC. Die privaten Schlüssel werden sicher im Chip der Karte erzeugt.

Schritt 4: Richte einen Zugriffscode oder eine biometrische Sicherung ein.

Schritt 5: Erstelle Backups mit zusätzlichen Tangem-Karten.

Schritt 6: Füge unterstützte Kryptowährungen in der App hinzu.

Schritt 7: Übertrage Kryptowährungen an die angezeigte Wallet-Adresse.

Warum Tangem sich von klassischen Hardware-Wallets unterscheidet

  • Keine Seed-Phrase standardmäßig
  • Private Schlüssel bleiben im sicheren Chip
  • Keine Kabel, Batterien oder Firmware-Updates
  • Backup-Karten statt Papier-Wiederherstellung

Sicherer Umgang mit Cold-Storage-Wallets

Gebühren beachten: Halte immer genug native Coins für Netzwerkgebühren bereit.

Richtiges Netzwerk nutzen: Viele Token existieren auf mehreren Blockchains. Falsche Netzwerke können zu dauerhaftem Verlust führen.

Gibt es eine Cold Wallet für alle Token?

Nein, aber moderne Hardware-Wallets unterstützen Tausende von Assets. Tangem unterstützt über 16.000 Kryptowährungen. Prüfe die Kompatibilität vor dem Transfer.

Hardware-Wallet vs. USB-Stick

Ein normaler USB-Stick ist keine sichere Cold Wallet. Hardware-Wallets verfügen über:

  • Verschlüsselte Schlüsselspeicherung
  • Secure-Element-Chips
  • PIN-Schutz
  • Manipulationsschutz

Was passiert, wenn du deine Cold Wallet verlierst?

Mit der Recovery-Phrase oder einem Backup-Gerät kannst du deine Wallet wiederherstellen. Ohne beides sind die Funds dauerhaft verloren. Tangem bietet integrierte Redundanz durch mehrere Karten.

Fazit

Cold-Storage-Wallets gehören zu den effektivsten Methoden, Kryptowährungen zu schützen. Sie halten private Schlüssel vollständig offline und minimieren das Diebstahlrisiko erheblich. Wenn Sicherheit wichtiger ist als Bequemlichkeit, ist Cold Storage keine Option, sondern eine Notwendigkeit.

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Autoren Patrick Dike-Ndulue