Die besten Seedless-Krypto-Wallets 2026
Dieser Artikel ist in folgenden Sprachen verfügbar:
- Was ist eine Seedless Wallet?
- Warum Seedless Wallets sicherer sind
- Schnellvergleich: Die besten Seedless Wallets 2026
- Die besten Seedless Wallets 2026 im Test
- True Seedless vs Seed-Optional vs Social Recovery
- Seedless Hardware-Wallets vs. klassische Hardware-Wallets
- Welche Seedless Wallet passt zu dir?
- Fazit
Seedless Wallets zählen zu den größten Innovationen im Bereich Krypto-Sicherheit, da sie das schwächste Glied klassischer Self-Custody-Wallets ausschalten: die Wiederherstellungsphrase. Millionen Nutzer haben dauerhaft den Zugang zu ihren Coins verloren, weil sie eine 12- oder 24-Wort-Seed-Phrase verlegt oder versehentlich preisgegeben haben. Gleichzeitig sind Seed-Phrases weiterhin das beliebteste Ziel von Angreifern, da sie den einfachsten Weg zu gestohlenen Geldern bieten. Die neue Wallet-Generation setzt deshalb auf alternative Sicherheitsmodelle, die Seed-Phrases vollständig ersetzen – und so sowohl Anwenderfehler als auch Diebstahlrisiken deutlich reduzieren. In diesem Guide stellen wir die besten Seedless-Krypto-Wallets 2026 vor und vergleichen sie nach Sicherheit, Bedienkomfort und langfristigem Schutz.
Was ist eine Seedless Wallet?
Die meisten Krypto-Wallets folgen dem BIP-39-Standard: Beim Einrichten der Wallet wird eine 12- oder 24-Wort-Wiederherstellungsphrase erzeugt. Diese Phrase ist der Master-Schlüssel. Sie kann auf jeder kompatiblen Wallet den privaten Schlüssel rekonstruieren – praktisch für die Wiederherstellung, aber auch ein attraktives Ziel für Angreifer. Phishing, Diebstahl, Feuer oder ein Screenshot im falschen Ordner: Es gibt viele Wege, wie eine Seed-Phrase kompromittiert werden kann.
Mit einer Seedless-Krypto-Wallet entfällt der Bildschirm zur Phrase-Generierung komplett. Es gibt keine Wörter zum Aufschreiben, keine Metall-Backup-Platte zu bestellen und keine Frage, wo das Papier versteckt werden soll. Der private Schlüssel wird direkt beim Setup auf einem sicheren Hardware-Chip generiert und bleibt dort gespeichert; der Chip ist so konzipiert, dass niemand – auch nicht der Hersteller – ihn auslesen kann. Die Wiederherstellung erfolgt bei Bedarf über physische Backup-Karten, nicht über eine wiederherstellbare Mnemonic. Wer verstehen will, was eine Krypto-Wallet auf technischer Ebene ausmacht, merkt schnell: Seed-Phrase und Schlüssel sind zwei verschiedene Dinge – und die Phrase war schon immer das schwächere Glied.
Wichtig ist auch, was „seedless“ nicht bedeutet. Vier Ansätze werden manchmal unter diesem Begriff zusammengefasst, unterscheiden sich aber grundlegend im Sicherheitsmodell:
- Mit Passphrase geschützte Wallets (wie Keystone 3 Pro mit 25. Wort) haben weiterhin eine Seed-Phrase. Die Passphrase ist nur eine zusätzliche Schutzschicht.
- Seed-Sharding (wie Cypherock X1) verteilt die Seed auf mehrere Karten. Die Seed existiert weiterhin in rekonstruierbarer Form.
- Social-Recovery-Wallets (wie Argent) ersetzen die Seed durch vertrauenswürdige Kontakte, die den Zugang wiederherstellen können. Besser als eine einzelne Phrase, aber nicht dasselbe wie hardwarebasierte keyless Speicherung.
- Wirklich seedless heißt: Zu keinem Zeitpunkt wird eine Seed-Phrase erzeugt – egal ob der Schlüssel im Hardware-Chip (Tangem) liegt oder über Remote-Hardware mit Social-Login (Core Wallet) verwaltet wird. Die Sicherheitsmodelle unterscheiden sich, aber in beiden Fällen gibt es keine Phrase.
Warum Seedless Wallets sicherer sind
Auf jeder Krypto-Sicherheits-Checkliste steht die Seed-Phrase ganz oben bei den Risikofaktoren. Selbst bei Hardware-Wallets wird die Seed meist irgendwo auf Papier notiert – ein physisches Dokument, das gefunden, fotografiert oder zerstört werden kann. Wer darauf verzichtet, reduziert einen Großteil des Risikos, das mit Cold Wallets verbunden ist.
Bei einer echten Seedless-Hardware-Wallet wird der private Schlüssel vollständig im Secure-Element-Chip erzeugt. Idealerweise ist der Chip nach EAL6+ zertifiziert – wie bei biometrischen Reisepässen – und physisch gegen Manipulation geschützt. Selbst der Hersteller kann den Schlüssel nicht auslesen. Beim Signieren einer Transaktion findet die Berechnung ausschließlich im Chip statt; nur die signierte Ausgabe verlässt das Gerät.
Im Gegensatz dazu schützt eine Seed-basierte Hardware-Wallet deine Schlüssel, solange das Gerät genutzt wird – aber die Seed-Phrase im Schrank oder auf einer Metallplatte bleibt dauerhaft angreifbar. Genau diese Lücke nutzen Angreifer: Kompromittierungen von privaten Schlüsseln und Seed-Phrases verursachten laut TRM Labs fast 70 % aller Krypto-Diebstähle 2024, Tendenz steigend in 2025. Der Unterschied zwischen Seedless- und Seed-Wallet ist also nicht nur philosophisch – sondern entscheidet, ob es einen oder zwei Angriffsvektoren gibt.
Schnellvergleich: Die besten Seedless Wallets 2026
So schneiden die wichtigsten Optionen bei den Kriterien ab, die wirklich zählen:
Wallet | Type | Seed-Phrase | Security Cert | Best For | Key Notes |
Tangem | Hardware (NFC-Karte) | Optional | EAL6+ | Sicherheit & Alltag | 2-3-Karten-Backup-System, Mobile-First; privater Schlüssel verlässt nie den Chip |
Cypherock X1 | Hardware (Sharding) | Auf 4 Karten + Vault verteilt | EAL6+ (Karten) | Technische Nutzer | Shamir Secret Sharing; Seed existiert verteilt weiter |
Zengo | Mobile (MPC) | MPC-basiert, keine Phrase | N/A (Software) | Mobile-First-Nutzer | Software-Wallet; Wiederherstellung über Zengo-Server |
Core Wallet | Mobile + Browser-Erweiterung | Keine – Social Login (Google / Apple) | N/A (Cloud HSM) | Avalanche / EVM Nutzer | Seedless durch Seed Abstraction; Schlüssel in Cubist-Remote-Hardware; Wiederherstellung über Web2-Login |
Keystone + Passphrase | Hardware (Air-Gapped) | Seed + Passphrase-Option | EAL6+ (Chips) | Air-Gapped-Security-Nutzer | Nicht standardmäßig seedless; Passphrase ist optional |
Die besten Seedless Wallets 2026 im Test
1. Tangem: Beste Seedless Hardware-Wallet
Tangem unterscheidet sich von allen anderen Hardware-Wallets in dieser Liste durch den Samsung-gefertigten EAL6+-Chip auf der NFC-Karte, auf dem der private Schlüssel generiert wird. Es gibt keinen Recovery-Phrase-Modus, der im Firmware-Code versteckt ist. Der Schlüssel wird bei der ersten Nutzung auf dem Chip erzeugt und nie extrahiert.
Tangem-Karten kommunizieren per NFC mit der Tangem-App, die als Interface für Kontostand und Transaktionsvorbereitung dient; das kryptografische Signieren erfolgt direkt auf dem EAL6+-Chip der Karte. Der private Schlüssel bleibt stets vom Smartphone isoliert – für Transaktionen ist immer der physische Zugriff auf die Karte nötig. Das senkt das Risiko durch Handy-Diebstahl oder Malware erheblich. Kein System kann jedoch alle Angriffsvektoren ausschließen, vor allem wenn Nutzer dazu verleitet werden, eine schädliche Transaktion zu bestätigen.
Das Backup erfolgt, indem beim Setup eine zweite oder dritte Karte mit derselben Wallet verknüpft wird. Jede zusätzliche Karte ist eine vollwertige Backup-Karte; geht eine verloren, funktionieren die anderen weiterhin – ganz ohne Seed-Phrase. Tangem gibt auf die Karten über 25 Jahre Garantie, und die Firmware wurde bereits dreimal von Kudelski Security, Riscure und Cure53 auf Schwachstellen geprüft. Die Wallet unterstützt über 87 Blockchains und mehr als 16.000 Kryptowährungen und Token. Bereit für Hardware-Sicherheit ohne Seed-Phrase-Komplexität? Mehr zu Tangem
Pros: Echte Seedless-Architektur, EAL6+-Chip, geprüfte Firmware, IP69K-zertifiziert, 87+ Netzwerke, 25 Jahre Garantie.
Worth noting: Nur mobil; keine Desktop-Oberfläche.
2. Cypherock X1: Seed-Sharding für Technik-Enthusiasten
Cypherock X1 setzt an einer anderen Stelle an: Was, wenn nicht die Seed-Phrase selbst das Problem ist, sondern dass sie als Einzelstück existiert? Die Lösung ist Shamir's Secret Sharing (SSS), ein mathematisches Verfahren, das den Schlüssel auf fünf Hardware-Komponenten (ein Vault-Gerät und vier NFC-Karten) verteilt. Zwei beliebige Karten plus Vault reichen aus, um den Schlüssel wiederherzustellen. Geht eine Karte verloren, bleibt alles sicher. Selbst bei zwei verlorenen Karten gibt es noch Optionen.
Cypherock eliminiert die Seed jedoch nicht, sondern verteilt sie nur. Der Schlüssel existiert weiterhin in rekonstruierbarer Form auf den Komponenten – wer genug davon besitzt, kann ihn wiederherstellen. Das Bedrohungsmodell lautet: „schwerer zu stehlen“ statt „nichts zu stehlen“. Für technisch versierte Nutzer, die ihre Schlüssel auf verschiedene Standorte verteilen wollen, ist der X1 eine gute Wahl – mit sicheren Elementen auf den Karten, Open-Source-Code und Unterstützung für über 9.000 Assets via CySync-Desktop-App.
Pros: Verteilte Schlüsselsicherheit, EAL6+-Karten, Open Source, 9.000+ Assets.
Worth noting: Seed existiert weiterhin verteilt; nur Desktop-Software; fünf physische Komponenten zu verwalten.
3. Zengo: MPC ohne Seed-Phrase (Mobile)
Zengo kann als seedless gelten, löst das Seed-Phrase-Problem aber rein softwarebasiert. Statt einer einzelnen Phrase kommt Multi-Party Computation (MPC) zum Einsatz: Für jede Transaktion werden zwei unabhängig gespeicherte Geheimnisse benötigt – eines auf deinem Gerät, eines auf den Zengo-Servern. Keine Seite kann allein auf die Coins zugreifen, und es wird nie eine Phrase generiert. 2025 investierte Tether strategisch in Zengo, was das Vertrauen der Branche in das Modell unterstreicht.
Im Vergleich ist Zengo die Krypto-Wallet ohne Seed-Phrase für Nutzer, die Software-Komfort statt Hardware bevorzugen. Seit dem Start 2018 wurde keine einzige Wallet kompromittiert. Der Nachteil: Die Wiederherstellung läuft über Zengos Infrastruktur – per E-Mail, biometrischem FaceLock und einer Cloud-gespeicherten Recovery-Datei. Sind die Zengo-Server nicht erreichbar, ist die Wiederherstellung nicht möglich. Für größere langfristige Beträge bleibt Hardware-Isolation die sicherste Wahl.
Pros: Keine Seed-Phrase, seit 2018 keine Hacks, MPC-Kryptografie, kostenlos, biometrische Wiederherstellung, 1.000+ Assets.
Worth noting: Hot Wallet; Wiederherstellung abhängig von Zengos Infrastruktur; Solana, XRP und Polkadot werden nicht nativ unterstützt.
4. Core Wallet: Seedless via Social Login für Avalanche- und EVM-Nutzer
Core Wallet stammt von Ava Labs, dem Team hinter Avalanche, und dient als native Wallet für das gesamte Avalanche-Ökosystem: AVAX-Staking, Avalanche C/X/P-Chains, DeFi-dApps, NFTs sowie Unterstützung für Bitcoin, Ethereum und alle EVM-kompatiblen Netzwerke. Entscheidendes Feature ist die Seed Abstraction, eingeführt im Dezember 2023: Statt beim Setup eine 12- oder 24-Wort-Phrase zu erzeugen, nutzt Core Wallet Google- oder Apple-Login für Zugang und Wiederherstellung. Es erscheint keine Phrase auf dem Bildschirm, kein Papier-Backup nötig.
Das Schlüsselmanagement läuft über Cubists CubeSigner-Infrastruktur – ein Non-Custodial-Signaturdienst, der private Schlüssel in sicheren Hardware-Modulen (HSMs) auf Servern speichert. Die Schlüssel werden nie auf dem Smartphone abgelegt oder im Speicher angezeigt; das Signieren erfolgt ausschließlich in Cubists Hardware. Das ist ein Cloud-basierter Ansatz für Seedless-Custody, der sich grundlegend von Tangems Chip-on-Card-Modell unterscheidet: Statt eines EAL6+-Chips in der Hand liegt der Schlüssel in Cubists Server-Infrastruktur und ist über Web2-Logins zugänglich.
Die Vorteile sind praktisch: Das Setup dauert so kurz wie ein App-Login. Die Wiederherstellung funktioniert einfach über Google- oder Apple-Account – keine verlorenen Phrasen, keine Metallplatten, kein Stress, ob alles richtig notiert wurde. Core bietet außerdem kostenlose Gas-Gebühren für Avalanche-Transaktionen, eine integrierte Bridge, AVAX-Staking, einen dApp-Browser für 6.000+ Avalanche-Apps und Fiat-On-/Off-Ramps. Für Nutzer, die tief im Avalanche-Ökosystem sind, ist Core Wallet die logische Wahl.
The limitation to understand: „Seedless“ bedeutet hier: keine Seed-Phrase, aber weiterhin Abhängigkeit von Drittinfrastruktur. Sind Cubists Server nicht erreichbar oder der Google/Apple-Account kompromittiert, läuft die Wiederherstellung über diese Kanäle. Das ist ein anderes Risikoprofil als ein Hardware-Chip zu Hause. Core Wallet passt zu Avalanche- und EVM-Nutzern, die Wert auf unkomplizierten Einstieg legen; für langfristige HODL-Bestände mit Hardware-Fokus bleibt Tangems On-Chip-Architektur das robustere Modell.
Pros: Wirklich seedless, Google/Apple-Login-Wiederherstellung, kostenloses Avalanche-Gas, AVAX-Staking, 6.000+ dApps, BTC- und EVM-Support, kostenlos.
Worth noting: Wiederherstellung abhängig von Cubists Infrastruktur und Web2-Logins; keine Hardware-Chip-Zertifizierung; Schlüssel liegen in Remote-HSMs, nicht auf einem eigenen Gerät.
True Seedless vs Seed-Optional vs Social Recovery
Die folgende Tabelle zeigt die wichtigsten Ansätze im Vergleich. Sie hilft, wenn du Wallets gegenüberstellst und feststellst, dass „seedless“ im Marketing nicht immer technisch korrekt verwendet wird:
Ansatz | Seed-Phrase vorhanden? | Wer kann auf die Schlüssel zugreifen? | Risikostufe | Beispiele |
True Seedless (Hardware) | Optional | Nur der Chip im Gerät | Niedrigste | Tangem |
True Seedless (Cloud HSM) | Nein | Nutzer + Anbieter-Infrastruktur | Niedrig–Mittel | Core Wallet, Zengo |
Seed-Sharding (Hardware) | Ja (verteilt) | Kartenbesitzer | Niedrig | Cypherock X1 |
Passphrase-geschützt (Hardware) | Ja (+ Passphrase) | Jeder mit Seed + Passphrase | Mittel | Keystone 3 Pro |
Social Recovery (Software) | Nein (Recovery Key stattdessen) | Vertrauenspersonen | Mittel | Argent |
The key takeaway: „Keine Seed-Phrase im Alltag“ und „nie eine Seed-Phrase“ sind nicht dasselbe. Keystone mit Passphrase und Cypherock mit Sharding reduzieren das Seed-Risiko, eliminieren es aber nicht. Tangem und Core Wallet beseitigen die Phrase vollständig – aber mit völlig unterschiedlichen Architekturen. Tangem hält den Schlüssel im eigenen Chip, Core lagert das Schlüsselmanagement an Cubists Remote-Hardware aus. Was besser passt, hängt davon ab, ob dir Hardware in der Hand oder reibungsloser Cloud-Zugang wichtiger ist.
Seedless Hardware-Wallets vs. klassische Hardware-Wallets
Wenn du aktuell eine Seed-basierte Hardware-Wallet nutzt und wechseln willst, hier der direkte Vergleich. Das ändert sich beim Umstieg auf ein echtes Seedless-Setup:
Feature | Traditional Hardware Wallet | Seedless Hardware Wallet (Tangem) |
Seed-Phrase | Erforderlich – 12 oder 24 Wörter | Wird zu keinem Zeitpunkt generiert |
Backup-Methode | Seed-Phrase offline aufbewahren | Backup per NFC-Karten |
Angriffsfläche | Seed-Phrase + physisches Gerät | Nur das physische Gerät |
Einrichtung | Mittel – Seed-Phrase muss sorgfältig dokumentiert werden | Sehr einfach – NFC-Tap |
Wiederherstellung | Mit Seed-Phrase auf jeder kompatiblen Wallet wiederherstellen | Backup-Karte verwenden |
Sicherheitsniveau | Hoch | Höchstes |
Geeignet für | Technische Nutzer mit Seed-Phrase-Erfahrung | Alle, die maximale Sicherheit ohne Komplexität wollen |
Welche Seedless Wallet passt zu dir?
Die richtige Wahl hängt von deinen Prioritäten und deinem Umgang mit Hardware ab:
- Wenn hardwarebasierte Sicherheit ohne Seed-Phrase im Fokus steht, bietet Tangem beides – ohne großen Aufwand. Die Karte erzeugt ihren Schlüssel selbst, Backups laufen über eine zweite Karte, das Signieren gelingt per Tap, und Seed-Phrase-Management ist optional.
- Für erfahrene Nutzer, die verteiltes Schlüsselmanagement wollen, bietet Cypherock X1 Seed-Sharding über fünf Komponenten, Open-Source-Code und Support für Tausende Assets. Dafür ist das Setup komplexer und die Software nur für Desktop verfügbar.
- Wer mobil unterwegs ist und keine Hardware nutzen will, bekommt mit Zengo eine starke, softwarebasierte Seedless-Option mit nachweislich null Hacks. Beachte: Es ist eine Hot Wallet, und die Wiederherstellung hängt von Zengos Servern ab.
- Für Avalanche- und EVM-Nutzer, die ein seedless Erlebnis ohne Hardware suchen, ist Core Wallet ideal – Google- oder Apple-Login, kostenloses AVAX-Gas, Staking und 6.000+ dApps. Die Wiederherstellung läuft jedoch über Web2-Logins und Cubists Infrastruktur, nicht über einen eigenen Chip.
- Wenn du bereits eine Seed-basierte Hardware-Wallet nutzt und Seed-Risiken vermeiden willst, ist Tangem der logische Upgrade-Pfad. Du behältst alle Vorteile klassischer Hardware-Wallets – Offline-Schlüssel, physische Bestätigung, Non-Custodial-Kontrolle – aber in einer seedless Umgebung.
Fazit
Der Kernpunkt bleibt: Seed-Phrases sind eines der größten Usability- und Sicherheitsprobleme bei Self-Custody, weil sie langfristig sicher aufbewahrt werden müssen. Tangems seedless, kartenbasiertes Konzept soll diese Hürde senken, indem es die schriftliche Wiederherstellungsphrase durch Hardware-Backups ersetzt – und so Cold-Storage-Sicherheit für die breite Masse zugänglicher macht. Core Wallet und ähnliche Systeme verfolgen einen anderen Ansatz mit Cloud- oder Account-basierten Recovery-Modellen und sprechen Nutzer an, denen Komfort und Ökosystem wichtiger sind als maximale Hardware-Isolation.
Teile der Inhalte auf dieser Seite wurden mit Unterstützung von KI erstellt. Für Feedback oder Korrekturwünsche sende bitte eine E-Mail an article@tangem.com
Häufig gestellte Fragen
-
Hier lohnt sich eine genaue Definition, denn „seedless“ wird oft unscharf verwendet. Eine Wallet ist wirklich seedless, wenn beim Einrichten zu keinem Zeitpunkt eine Wiederherstellungsphrase generiert wird. Das bedeutet nicht, dass die Phrase nur durch eine Passphrase versteckt (sie existiert weiterhin) oder auf Karten verteilt (sie existiert verteilt) wird. Sowohl Tangem als auch Core Wallet sind seedless: Bei Tangem wird durch die Chip-Architektur nie eine Phrase erzeugt, bei Core ersetzt Seed Abstraction die Phrase durch Social-Login. Die Sicherheitsmodelle hinter dem „keine Phrase“-Ergebnis unterscheiden sich jedoch deutlich.
-
Ja, und zwar in einem entscheidenden Punkt. Eine klassische Hardware-Wallet schützt deine Schlüssel, solange das Gerät genutzt wird – aber die Seed-Phrase auf Papier oder Metall bleibt dauerhaft angreifbar. Seedless-Hardware-Wallets eliminieren diese zweite Angriffsfläche. Da Seed-Phrase- und Private-Key-Diebstahl den Großteil der Krypto-Verluste 2024 und im ersten Halbjahr 2025 verursachten, macht es einen Unterschied, die Phrase ganz zu vermeiden.
-
Der Verlust ist nur dann ein Problem, wenn du nur eine Karte besitzt. Bei einem 2- oder 3-Karten-Pack ist jede zusätzliche Karte ein vollständiges Backup und bereits beim Setup mit deiner Wallet verknüpft. Du kannst jede Karte an dein Smartphone halten und alles funktioniert wie gewohnt. Kritisch wird es nur, wenn du alle Karten verlierst und keine Backups eingerichtet hast – deshalb empfiehlt Tangem, immer ein Multi-Karten-Pack zu kaufen und die Karten an verschiedenen Orten aufzubewahren. Das ist einfache Versicherung, kein Paranoia.
-
Tangems Standard-Setup ist seedless, das heißt, der Zugang wird normalerweise über zusätzliche Tangem-Karten gesichert, nicht über eine Wiederherstellungsphrase. Für Nutzer, die Kompatibilität mit klassischen Wallet-Standards oder einen Import wünschen, unterstützt Tangem aber auch einen optionalen Seed-Phrase-Modus.
-
Seedless bedeutet, dass die Wallet-Architektur ohne Seed-Phrase funktioniert und das System keine generiert, außer du wählst es aktiv. Seed-optional heißt, die Wallet nutzt normalerweise eine Seed-Phrase, erlaubt aber zusätzliche Schutzmechanismen wie Passphrase oder Sharding. Keystone 3 Pro ist seed-optional: Die Passphrase erhöht die Sicherheit, aber die Seed existiert weiterhin. Tangem und Core Wallet sind beide standardmäßig seedless – aber mit unterschiedlichen Mechanismen.
-
Das Hauptproblem bei Hardware-Seedless-Wallets wie Tangem ist der Verlust aller physischen Backup-Karten ohne neue Backups einzurichten. Bei einer Seed-basierten Wallet könntest du selbst nach Geräteverlust mit der schriftlichen Phrase wiederherstellen. Bei einer Seedless-Karten-Wallet ist das Backup die physische Karte – eine sichere Aufbewahrung ist also Pflicht. Bei rein softwarebasierten Seedless-Wallets wie Zengo und Core Wallet liegt das Risiko eher in der Abhängigkeit von Server-Infrastruktur und Web2-Logins – ein anderes Risiko, das man vor größeren Einlagen kennen sollte.