Bitcoin BIP-361: Plan zum Schutz vor Quantencomputern
Bitcoin-Entwickler schlagen BIP-361 vor, um 6,7 Mio. quantenanfällige Coins einzufrieren und eine Migration auf quantenresistente Adressen zum Schutz vor Quantencomputern zu verlangen.
Bitcoin-Entwickler haben BIP-361 vorgestellt, einen dreistufigen Vorschlag zur Bewältigung von Risiken durch Quantencomputer für die Netzwerksicherheit. Der Plan betrifft etwa 6,7 Millionen BTC, darunter frühe Adressen mit offengelegten Public Keys, die angreifbar werden könnten, falls Quantencomputer die aktuelle Kryptografie knacken. BIP-361 sieht vor, dass drei Jahre nach der Aktivierung neue Einzahlungen auf alte, quantenanfällige Adressen verboten werden. Fünf Jahre nach der Aktivierung würden alte Signaturschemata ungültig, wodurch nicht migrierte Vermögenswerte effektiv eingefroren werden. Ein möglicher Wiederherstellungsmechanismus mittels Zero-Knowledge-Proofs wird für Nutzer diskutiert, die die Migrationsfrist verpassen, aber ihre Seed-Phrasen behalten. Der Vorschlag hat intensive Debatten ausgelöst, da er das Prinzip herausfordert, dass Gelder ohne Zustimmung des Besitzers nicht angetastet werden dürfen. Ziel ist es, das Netzwerk durch verpflichtende Migration auf quantenresistente Adressen vor zukünftigem Diebstahl zu schützen.