JPMorgan warnt: Stablecoin-Zinsen und regulatorische Lücken
JPMorgan warnt, dass Zinszahlungen auf Stablecoins wegen regulatorischer Lücken Risiken bergen und ein paralleles Bankensystem ohne traditionelle Schutzmechanismen schaffen könnten. Die Bank fordert klare Regeln für Stablecoin-Emittenten.
Führungskräfte von JPMorgan Chase haben eindringlich vor den Risiken gewarnt, die mit der Verzinsung von Stablecoins verbunden sind, und dabei auf erhebliche regulatorische Lücken im Kryptomarkt hingewiesen. Während der vierteljährlichen Ergebnispräsentation der Bank wurde die Sorge geäußert, dass verzinste Stablecoins ein paralleles Bankensystem schaffen könnten, das ohne die Schutzmechanismen traditioneller Regulierung wie Kapitalanforderungen und staatliche Einlagensicherung auskommt. Die Führungskräfte argumentierten, dass diese Stablecoins Verbraucher und Finanzinstitute ähnlichen Risiken wie Bankeinlagen aussetzen, jedoch ohne die über Jahrhunderte entwickelten Schutzmaßnahmen des Bankensektors. Die Bank bekräftigte ihre Unterstützung für Blockchain-Technologie, betonte jedoch, dass Stablecoin-Emittenten vergleichbaren Regeln wie Banken unterliegen sollten, wenn sie ähnliche Funktionen erfüllen. Gesetzgeber arbeiten derzeit an Gesetzen, um diese Probleme anzugehen, darunter Vorschläge, Zinszahlungen auf Stablecoins zu verbieten, sofern sie nicht mit aktiver Netzwerkteilnahme verbunden sind. Die Warnungen erfolgen vor dem Hintergrund eines rasanten Wachstums des Stablecoin-Angebots, insbesondere in Schwellenländern, was Bedenken hinsichtlich der Finanzstabilität und der Notwendigkeit regulatorischer Gleichstellung aufwirft.