BIZ warnt vor Stablecoin-Risiken: Spanien nominiert Hernández de Cos
Stablecoins sind widerstandsfähig gegen Kapitalverkehrskontrollen. BIZ warnt vor regulatorischen Herausforderungen. Spanien nominiert Hernández de Cos für die EZB – mögliche Veränderungen bei der Aufsicht digitaler Assets.
Pablo Hernández de Cos, Vertreter der Bank für Internationalen Zahlungsausgleich (BIZ), betonte in einer Rede bei der Bank of Japan die Chancen und Herausforderungen von Stablecoins. Er hob die Notwendigkeit internationaler regulatorischer Zusammenarbeit hervor, um Stabilität und Integrität im Kryptowährungssektor zu sichern. Eine BIZ-Studie ergab, dass Stablecoin-Dollarisierung durch ähnliche Faktoren wie die traditionelle Dollarisierung getrieben wird. Allerdings sind Stablecoins beständiger und weniger von Kapitalverkehrskontrollen betroffen, was es Regierungen erschwert, Geldpolitik und Kapitalflüsse zu steuern. Die Studie, die über 130 Volkswirtschaften abdeckte, zeigte, dass Stablecoin-Zuflüsse besonders in Schwellenländern mit Inflation und schwachen Währungen wachsen. Stablecoins zirkulieren teils außerhalb des regulatorischen Rahmens, was die Wirksamkeit traditioneller Beschränkungen einschränkt. Zudem wurde Hernández de Cos von Spanien für das Amt des EZB-Präsidenten nominiert, was Auswirkungen auf die Regulierung digitaler Assets in Europa haben könnte.