Zentralbanker warnen vor Risiken durch US-Dollar-Stablecoins
Zentralbanker warnen, dass US-Dollar-Stablecoins die monetäre Souveränität und Finanzstabilität gefährden und die Dollarisierung in Schwellenländern fördern könnten. Sie fordern strengere Regulierung.
Zentralbanker und Finanzbehörden weltweit äußern zunehmend Bedenken über das rasante Wachstum und die Verbreitung von an den US-Dollar gekoppelten Stablecoins, insbesondere in Schwellenländern. Diese digitalen Vermögenswerte bieten zwar Vorteile wie schnellere grenzüberschreitende Zahlungen und die Integration mit Smart Contracts, werden jedoch als potenzielle Bedrohung für die monetäre Souveränität, Finanzstabilität und die Wirksamkeit der Geldpolitik angesehen. Experten warnen, dass Stablecoins die Dollarisierung beschleunigen, lokale Währungen schwächen und die Kontrolle der Zentralbanken verringern könnten – besonders in Regionen mit Währungsvolatilität und Inflation. Weitere Risiken umfassen die Möglichkeit von Finanzkriminalität aufgrund regulatorischer Lücken sowie das Risiko einer Ansteckung, falls Stablecoins eher wie Anlageprodukte als wie Bargeld funktionieren. Die Forderungen nach stärkerer globaler Koordination, robuster Regulierung und verbesserter Aufsicht nehmen zu. Politische Entscheidungsträger in Europa, Großbritannien und der Schweiz verfeinern derzeit ihre Ansätze, um diesen Herausforderungen zu begegnen.