EZB warnt: Euro-Stablecoins abgehängt, Risiken begrenzt
Die EZB sieht Stablecoin-Risiken in Europa wegen geringer Nutzung und strenger Regulierung als begrenzt, warnt aber vor US-Dollar-Dominanz und fordert globale Regulierung.
Die Europäische Zentralbank (EZB) sieht die Risiken, die von Stablecoins im Euroraum ausgehen, derzeit als begrenzt an. Dies liegt an ihrer geringen Verbreitung und der strengen Regulierung durch MiCA, die eine Verzinsung verbietet. Stablecoins werden hauptsächlich für den Krypto-Handel genutzt und spielen bei Zahlungen oder in der Realwirtschaft kaum eine Rolle; Transaktionen unter 250 US-Dollar machen nur 0,5 % des Gesamtvolumens aus. Der Markt für euro-denominierte Stablecoins beläuft sich lediglich auf 395 Millionen Euro – ein Bruchteil im Vergleich zur Dominanz von US-Dollar-gestützten Tokens wie USDT und USDC, die rund 90 % des globalen Marktes ausmachen und die Basis der meisten Handelspaare an zentralisierten Börsen bilden. Die EZB warnt vor dem schnellen Marktwachstum und internationalen Regulierungsunterschieden und fordert eine globale Harmonisierung, um grenzüberschreitende Risiken frühzeitig zu erkennen. Zudem weist sie darauf hin, dass die geringe Verbreitung von euro-basierten Stablecoins die europäische Währungssouveränität im digitalen Zeitalter gefährden könnte.