Hongkong vergibt erste Stablecoin-Lizenzen an Finanzriesen
Hongkong vergibt erstmals Stablecoin-Lizenzen an HSBC, ein Standard Chartered-Konsortium und OSL. Strikte 1:1-Reserven sind vorgeschrieben. Ein wichtiger Meilenstein für die Krypto-Regulierung.
Die Hong Kong Monetary Authority (HKMA) hat erstmals Stablecoin-Lizenzen vergeben und damit einen bedeutenden Schritt in der Regulierung digitaler Vermögenswerte gemacht. Nach Prüfung von 36 Anträgen erhielten HSBC, ein von Standard Chartered geführtes Konsortium (inklusive Anchorpoint Financial und Animoca Brands) sowie OSL die begehrten Lizenzen. Die Vergabe erfolgt auf Grundlage der seit August 2025 geltenden Stablecoins Ordinance. Diese verpflichtet Emittenten, 1:1-Reserven in hochwertigen liquiden Vermögenswerten zu halten, die strikt vom Firmenvermögen getrennt sind. Damit setzt Hongkong neue Maßstäbe für die Sicherheit und Transparenz im Stablecoin-Sektor. Mit diesem Schritt positioniert sich Hongkong als erste große asiatische Jurisdiktion mit einem umfassenden Stablecoin-Lizenzierungsrahmen. Die lizenzierten Unternehmen dürfen Stablecoins mit Bindung an den Hongkong-Dollar emittieren und grenzüberschreitende Zahlungen abwickeln. Die HKMA verfolgt einen vorsichtigen Ansatz und beschränkte die erste Runde auf wenige Lizenzen, um hohe regulatorische Standards zu gewährleisten. Die Lizenznehmer planen, in den kommenden Monaten den Betrieb aufzunehmen und so die Brücke zwischen traditionellem Finanzwesen und digitalen Vermögenswerten zu schlagen.