Circle-CEO: Sorge um Stablecoin-Zinsen ist „absurd“

Circle-CEO Jeremy Allaire hält Sorgen um Stablecoin-Zinsen für „völlig absurd“ und verweist auf Parallelen zu Geldmarktfonds, die das Finanzsystem nicht destabilisieren.

Circle-CEO Jeremy Allaire wies beim Weltwirtschaftsforum in Davos Bedenken zurück, dass Zinszahlungen auf Stablecoins Banken oder das Finanzsystem destabilisieren könnten. Er bezeichnete solche Befürchtungen als „völlig absurd“ und argumentierte, dass Stablecoin-Renditen die Nutzerbindung stärken, ohne die Geldpolitik oder die Stabilität des Bankensektors zu gefährden. Allaire zog Vergleiche zu staatlichen Geldmarktfonds, die erheblich gewachsen sind, ohne das Kreditgeschäft der Banken zu beeinträchtigen. Er betonte zudem einen Wandel im US-Kreditmodell hin zu privatem Kredit und Kapitalmärkten und verwies auf Circles Bemühungen, ein Kreditmodell auf Basis von Stablecoins zu entwickeln. Allaire hob das Potenzial von Stablecoins als künftiges Zahlungssystem für Milliarden von KI-Agenten hervor. Seine Aussagen erfolgen vor dem Hintergrund anhaltender Debatten über die Regulierung digitaler Vermögenswerte in den USA, während Bankenvertreter vor parallelen Bankensystemen und Einlagenabflüssen warnen. Allaire entgegnete, dass solche Mechanismen bereits im traditionellen Finanzwesen existieren und kein systemisches Risiko darstellen.

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