Gnosis Chain: Millionen nach Balancer-Hack durch Hard Fork gesichert
Gnosis Chain führte einen Hard Fork durch, um 9,4 Mio. USD aus dem Balancer-Exploit zurückzuholen, und warnte Validatoren vor Strafen. Die Maßnahme löste eine Debatte über Unveränderlichkeit und Governance aus.
Die Gnosis Chain führte einen Hard Fork durch, um rund 9,4 Millionen US-Dollar an eingefrorenen Geldern zurückzugewinnen, die nach dem Balancer V2 Exploit im November eingefroren wurden. Bei diesem Angriff wurden über 116 Millionen US-Dollar über mehrere Chains hinweg gestohlen. Der Hard Fork, der am 22. Dezember aktiviert wurde, folgte auf einen Soft Fork im November, der die gestohlenen Vermögenswerte on-chain eingefroren hatte. Node-Betreiber wurden gewarnt, ihre Software zu aktualisieren, andernfalls drohten Strafen wie der Entzug von Staking-Belohnungen oder Slashing bei Nichtbefolgung. Die Maßnahme löste innerhalb der Community eine Debatte aus: Einige sahen darin verantwortungsvolle Governance, andere äußerten Bedenken hinsichtlich der Unveränderlichkeit der Blockchain. Die Gelder befinden sich nun nicht mehr unter Kontrolle des Hackers, und Gnosis plant, sie über eine von der DAO kontrollierte Wallet an die betroffenen Nutzer zurückzugeben. Der Vorfall unterstreicht die anhaltenden Risiken in DeFi-Protokollen, da der Balancer-Exploit trotz mehrerer Sicherheitsprüfungen erfolgte. White Hat Hacker konnten bereits etwa 28 Millionen US-Dollar zurückholen, aber es ist unklar, ob alle Vermögenswerte vollständig wiederhergestellt werden. Der Hard Fork gilt als entscheidender Schritt, um Kontrolle zurückzugewinnen und die Opfer zu entschädigen.