Orionx-Krypto-Börse schließt nach Millionenverlust
Orionx, eine große chilenische Krypto-Börse, schloss nach Aufdeckung von über 7 Mio. USD fehlender Kundengelder. Auszahlungen sind gestoppt, Rückerstattung bleibt unsicher.
Die chilenische Krypto-Börse Orionx hat nach einer forensischen Prüfung, die einen Fehlbetrag von über 7 Millionen US-Dollar aufdeckte, dauerhaft geschlossen. Zwischen 2018 und 2021 wurden Kundengelder auf externe Wallets transferiert. Am 3. September 2026 setzte die Börse alle Auszahlungen aus, wodurch über 100.000 Nutzer im Unklaren über ihre Gelder blieben. Orionx reichte Strafanzeigen gegen zwei ehemalige Führungskräfte ein, die die Vorwürfe bestreiten. Zu den fehlenden Vermögenswerten zählen Bitcoin, Ethereum, XRP und Polygon. Tether führte im Juni 2025 die Series-A-Finanzierungsrunde von Orionx an, nur 15 Monate vor dem Zusammenbruch. Die chilenische Finanzaufsicht hatte den Registrierungsantrag von Orionx Monate vor der Schließung abgelehnt. Orionx hat einen Rückerstattungsprozess gestartet, kann jedoch keine vollständige Rückzahlung für alle Kunden garantieren. Das Unternehmen warnte vor möglichen Betrugsversuchen und kooperiert weiterhin mit den Behörden.