Nordkoreanische Hacker setzen KI für Krypto-Angriffe ein
Nordkoreanische Hacker automatisieren Cyberangriffe mit KI und lokalen LLMs. Anfang 2026 stahlen sie Kryptowährungen im Wert von 643 Mio. USD und attackieren gezielt den Krypto- und Finanzsektor.
Nordkoreanische Hackergruppen wie Kimsuky und APT45 entwickeln ihre Cyberangriffsfähigkeiten rasant weiter, indem sie künstliche Intelligenz und große Sprachmodelle (LLMs) in ihre Operationen integrieren. Berichte von Cybersicherheitsfirmen zeigen, dass diese Gruppen lokale LLM-Umgebungen mit Tools wie Ollama, GPT4All und Msty nutzen. Dadurch automatisieren sie Informationsbeschaffung, Malware-Entwicklung und Angriffsabläufe, ohne auf externe Cloud-Dienste angewiesen zu sein. Der Einsatz von Retrieval-Augmented Generation-Systemen und KI-Coding-Assistenten wie Cursor verbessert ihre Fähigkeit, ausgefeilte Phishing-Köder zu erstellen, gefälschte Dokumente zu generieren und Schwachstellen im großen Stil auszunutzen. In der ersten Hälfte des Jahres 2026 waren nordkoreanische Hacker für den Diebstahl von Kryptowährungen im Wert von 643 Millionen US-Dollar verantwortlich – das entspricht 66 % der weltweiten Krypto-Hacking-Verluste. Es gibt Hinweise auf den Einsatz von KI-generierter Malware wie HelloDoor sowie auf die Erstellung überzeugender Phishing-Dokumente, die gezielt den Krypto- und Finanzsektor angreifen. Dieser Wandel markiert den Übergang von traditionellen Spearphishing-Angriffen zu hochautomatisierten, KI-gesteuerten Cyberattacken, was die Erkennung und Abwehr deutlich erschwert.