Zilliqa stoppt Transaktionen nach Ledger-App-Sicherheitslücke
Zilliqa setzte native ZIL-Transaktionen aus, nachdem eine Ledger-App-Sicherheitslücke entdeckt wurde. Angreifer konnten private Schlüssel rekonstruieren. Schutzmaßnahmen und ein Fix sind in Arbeit.
Zilliqa hat alle nativen ZIL-Transaktionen ausgesetzt, nachdem eine kritische Schwachstelle in der Ledger-Hardware-Wallet-Anwendung entdeckt wurde. Diese Schwachstelle besteht bereits seit 2019 und betrifft die Generierung von Schnorr-Signaturen für native Transaktionen. Aufgrund einer fehlerhaften Handhabung kryptografischer Nonce-Daten wurden die höchstwertigen 64 Bits jeder ephemeren Nonce stets auf Null gesetzt, was die Zufälligkeit verringerte. Dadurch konnten Angreifer private Schlüssel aus nur fünf Onchain-Signaturen rekonstruieren und so Nutzer-Gelder gefährden. EVM-Transaktionen und die SDKs des Netzwerks sind von der Schwachstelle nicht betroffen. Am 19. Juli 2026 wurde eine aktive Ausnutzung entdeckt, woraufhin Zilliqa schnell Schutzmaßnahmen implementierte und native Transaktionen aussetzte. Upbit kennzeichnete ZIL als risikobehafteten Vermögenswert, während KuCoin bei der Identifizierung des Exploits unterstützte. Ein Behebungsplan und eine korrigierte Ledger-App werden in Zusammenarbeit mit Ledger vorbereitet. Weitere Anweisungen für betroffene Nutzer folgen.