SFC Hongkong verbietet OTPs, fordert stärkere Sicherheit

Die SFC Hongkongs verbietet OTPs für Krypto-Plattformen und verlangt stärkere Authentifizierung. Große Broker müssen sofort handeln, andere haben 12 Monate Zeit. Das Management wird haftbar gemacht.

Die Hong Kong Securities and Futures Commission (SFC) hat angeordnet, dass virtuelle Asset-Handelsplattformen und Online-Broker auf die Nutzung von Einmalpasswörtern (OTPs) für Kunden-Login und Gerätebindung verzichten müssen. Hintergrund ist ein Anstieg von Phishing- und Identitätsdiebstahl-Angriffen. Stattdessen fordert die SFC die Einführung stärkerer Authentifizierungsmethoden wie Passkeys, kryptografisch registrierte Geräte und Hardware-Sicherheitsschlüssel, die als widerstandsfähiger gegen Phishing gelten. Große Internet-Broker müssen diese Maßnahmen sofort umsetzen, während andere Institute eine Frist von 12 Monaten erhalten. Die Richtlinie verlangt zudem eine verstärkte Überwachung von ungewöhnlichen Logins, Handelsaktivitäten und Auszahlungen sowie eine umgehende Benachrichtigung der Kunden bei Vorfällen. Die Geschäftsleitung wird persönlich für Verluste durch interne Kontrollmängel haftbar gemacht. Damit setzt die SFC einen neuen Standard für Cybersicherheit im Kryptosektor.

Verwandte Nachrichten