Anthropic schränkt Zugang für China ein – Alibaba verbietet Claude
Anthropic verschärft Maßnahmen gegen chinesische Firmen bei Claude AI, schließt Schlupflöcher über VPNs und Krypto-Relays. Alibaba verbietet Claude Code wegen Sicherheitsbedenken – US-China-KI-Konflikt spitzt sich zu.
Anthropic verstärkt seine Bemühungen, chinesischen Unternehmen den Zugang zu seinen Claude-AI-Modellen zu verwehren. Anlass ist ein schwerwiegender Distillation-Angriff, der mit 25.000 betrügerischen Accounts und über 28,8 Millionen Interaktionen auf das Qwen-Labor von Alibaba zurückgeführt wurde. Das Unternehmen schließt gezielt Schlupflöcher, die über ausländische Tochtergesellschaften, Cloud-Anbieter, VPNs und krypto-verbundene Relay-Dienste wie B.AI ausgenutzt wurden. Firmen wie Ant Group und ByteDance sollen über in Singapur ansässige Einheiten und VPNs die Beschränkungen umgangen und damit gegen die Nutzungsbedingungen von Anthropic verstoßen haben. Als Reaktion verschärft Anthropic Identitätsprüfungen, überwacht das Nutzungsverhalten und fordert strengere Strafen sowie besseren Informationsaustausch unter US-AI-Unternehmen. Unterdessen verbietet Alibaba seinen Mitarbeitern die Nutzung von Claude Code wegen angeblicher Backdoors, die Nutzer mit chinesischen Netzwerken identifizieren könnten. Das Verbot tritt am 10. Juli 2026 in Kraft und verpflichtet zur Nutzung von Alibabas eigener Coding-Plattform. Diese Entwicklungen verdeutlichen die wachsenden Spannungen im US-chinesischen KI-Sektor.