Alibaba verbietet Claude Code und Anthropic AI-Produkte
Alibaba verbietet ab 10. Juli Claude Code und Anthropic AI-Produkte wegen möglicher Backdoor-Sicherheitsrisiken. Die Maßnahme folgt einem Audit und ähnlichen Schritten anderer Großunternehmen.
Alibaba untersagt ab dem 10. Juli seinen Mitarbeitern die Nutzung von Claude Code und sämtlichen Anthropic AI-Produkten. Das Unternehmen verweist auf potenzielle Sicherheitsrisiken, insbesondere mögliche Backdoors, und hat Claude Code auf die interne Liste hochriskanter Software gesetzt. Die Belegschaft wurde angewiesen, alle Anthropic-Produkte, einschließlich der Sonnet-, Opus- und Fable-Modelle, zu deinstallieren. Dieser Schritt folgt auf ein internes Sicherheitsaudit und nachdem Anthropic Alibaba beschuldigt hatte, ein groß angelegtes Modell-Distillation-Schema mit Tausenden von Fake-Accounts betrieben zu haben. Zu diesen Vorwürfen hat sich Alibaba bislang nicht öffentlich geäußert. Mit dem Verbot endet auch das Erstattungsprogramm für Drittanbieter-AI-Tools. Alibaba empfiehlt stattdessen die Nutzung inländischer Alternativen wie der Qwen-Modelle. Auch andere Großunternehmen wie Meta, Goldman Sachs, JPMorgan, ByteDance und Ant Group haben Claude in den letzten Monaten eingeschränkt oder die Zusammenarbeit beendet. Eine offizielle Stellungnahme von Alibaba zum vollen Umfang der Restriktionen steht noch aus.