Interpol warnt: Krypto-Betrugs-Compounds als globale Bedrohung
Interpol stuft Krypto-Betrugs-Compounds als globale Bedrohung ein. Verbindungen zu Menschenhandel, Zwangsarbeit und über 11 Mrd. USD an illegalen Krypto-Flows. Die Resolution fordert weltweite Zusammenarbeit der Strafverfolgung.
Interpol hat offiziell sogenannte Krypto-Betrugs-Compounds als bedeutende transnationale Bedrohung eingestuft, nachdem auf der Generalversammlung in Marrakesch eine entsprechende Resolution verabschiedet wurde. Diese Netzwerke, die in mehr als sechzig Ländern aktiv sind, stehen in Verbindung mit Menschenhandel, Zwangsarbeit und groß angelegtem Online-Betrug, darunter Voice Phishing, Romance Scams, Anlagebetrug und Kryptowährungsbetrug. Opfer werden häufig durch gefälschte Jobangebote angelockt und insbesondere in Südostasien in Compounds verschleppt, wo sie zur Ausführung illegaler Machenschaften gezwungen werden. Die kriminellen Gruppen nutzen fortschrittliche Technologien und Kryptowährungen, um ihre Aktivitäten zu verschleiern, Gelder schnell zu transferieren und der Entdeckung zu entgehen. Seit Juli letzten Jahres wurden über 11 Milliarden US-Dollar an Krypto-Transaktionen mit diesen Betrugsfällen in Verbindung gebracht. Die Strafverfolgungsbehörden beobachten dabei einen Trend zu Stablecoins und Cross-Chain-Swaps. Die Resolution fordert eine verstärkte globale Zusammenarbeit der Strafverfolgungsbehörden. Die USA und andere Länder ergreifen Maßnahmen, um illegale Finanzströme nachzuverfolgen, Sanktionen zu verhängen und grenzüberschreitende Lücken zu schließen, die von diesen Netzwerken ausgenutzt werden. Interpols Schritt markiert eine deutliche Verschärfung der internationalen Reaktion auf krypto-gestützte organisierte Kriminalität.