Quantenbedrohung für Bitcoins Sicherheit wächst
Quantencomputer bedrohen Bitcoin: Angreifer sammeln heute verschlüsselte Daten, um sie später zu entschlüsseln. Besonders gefährdet sind Authentifizierungsdaten zwischen Institutionen.
Sicherheitsexperten und Branchenführer warnen vor einer wachsenden Quantenbedrohung für Bitcoin und das gesamte Krypto-Ökosystem. Die größte Gefahr besteht laut Experten nicht nur darin, dass Quantencomputer Wallet-Schlüssel knacken könnten. Vielmehr liegt das unmittelbare Risiko in der Abfangung und Speicherung verschlüsselter Authentifizierungsdaten sowie des Netzwerkverkehrs zwischen Institutionen, Börsen und Verwahrstellen. Diese sogenannte „Harvest now, decrypt later“-Strategie bedeutet, dass Angreifer heute verschlüsselte Nachrichten, Zahlungsaufzeichnungen und Authentifizierungsprotokolle sammeln, um sie zu entschlüsseln, sobald Quantencomputer leistungsfähig genug sind. Berichte von Google, Citi und Blockchain-Sicherheitsfirmen zeigen, dass Millionen von Bitcoin, insbesondere solche mit offengelegten Public Keys, gefährdet sein könnten. Während Ethereum bereits mit einer Post-Quantum-Migration begonnen hat und Google den eigenen Übergang für 2029 plant, haben Bitcoin und große Börsen noch keine vergleichbaren Schutzmaßnahmen angekündigt. Dadurch bleibt kritische Infrastruktur für zukünftige Quantenangriffe verwundbar.