Quantenrisiko: 6 Mio. BTC und Börsen exponiert

Glassnode: 6,04 Mio. BTC – 30 % des Angebots – sind durch sichtbare Public Keys Quantenrisiken ausgesetzt. Große Börsen halten viele dieser Coins. SegWit-Migration kann das Risiko senken.

Jüngste Untersuchungen von Glassnode zeigen, dass rund 6,04 Millionen BTC – etwa 30,2 % des gesamten ausgegebenen Bitcoin-Angebots – potenziellen Angriffen durch Quantencomputer ausgesetzt sind, da ihre Public Keys on-chain sichtbar sind. Diese Exponierung teilt sich in strukturelles Risiko, das vor allem durch frühe Bitcoin-Adressen und bestimmte moderne Outputs entsteht, sowie in operationelles Risiko, das hauptsächlich durch Adresswiederverwendung und die Speicherpraktiken von Börsen verursacht wird. Auffällig ist, dass Börsen wie Binance und Bitfinex 85 % bzw. 100 % ihrer Bestände exponiert haben, während bei Coinbase nur 5 % betroffen sind. Die Verwundbarkeit kann durch die Migration von Geldern auf SegWit-Adressen verringert werden, da diese die Public Keys nicht offenlegen, solange die Coins nicht ausgegeben wurden. Das Quantenrisiko hat bereits zur Bewegung ruhender Coins geführt, wie eine kürzliche Übertragung von 500 BTC zeigt, die über ein Jahrzehnt inaktiv waren. Die Analyse von Glassnode liefert eine der bisher detailliertesten Bewertungen des Quantenrisikoprofils von Bitcoin.

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