Litecoin reagiert auf MWEB-Exploit mit 13-Block-Rollback
Litecoin rollte nach einem Zero-Day-Bug in der MWEB-Privacy-Schicht 13 Blöcke zurück. Double-Spend-Angriffe und Peg-Outs wurden gestoppt, die Schwachstelle ist behoben, das Netzwerk stabil.
Litecoin wurde von einer schwerwiegenden Störung getroffen, nachdem Angreifer eine Zero-Day-Sicherheitslücke in der MimbleWimble Extension Block (MWEB) Privacy-Schicht ausnutzten. Die Schwachstelle erlaubte es veralteten Mining-Nodes, ungültige MWEB-Transaktionen zu validieren. Dadurch konnten unautorisierte Peg-Outs von Coins zu dezentralen Börsen durchgeführt werden. Angreifer nutzten diese Lücke für Double-Spend-Angriffe auf verschiedene Cross-Chain-Protokolle. Besonders betroffen war NEAR Intents, das einen Schaden von rund 600.000 US-Dollar meldete. Als Reaktion darauf kam es zu einer 13-Block-Chain-Reorganisation von Block 3.095.930 bis 3.095.943, um die ungültigen Transaktionen zu entfernen und die legitimen zu erhalten. Zusätzlich wurden große Mining-Pools von Denial-of-Service-Angriffen beeinträchtigt, was die Blockproduktion verlangsamte. Die Litecoin Foundation bestätigte, dass die Schwachstelle behoben wurde und das Netzwerk wieder stabil läuft. Trotz einiger Verluste blieb der Preis von LTC weitgehend stabil. Die ungewöhnliche Länge der Reorganisation löste eine Debatte über einen möglichen 51%-Angriff aus, wurde jedoch als Reaktion auf den Exploit eingeordnet.