Lido pausiert EarnETH-Vault nach KelpDAO-Exploit
Lido pausierte EarnETH-Vault nach KelpDAO-Exploit mit 9 % rsETH-Exposition. Kern-Staking bleibt sicher, 70 Mio. USD wurden zurückgewonnen, 3 Mio. USD Puffer schützt Nutzer.
Lido Finance hat bekannt gegeben, dass sein EarnETH-Vault nach dem KelpDAO-Exploit am 18. April etwa 9 % seines Vermögens in rsETH exponiert ist. Bei dem Angriff wurden rund 116.500 rsETH im Wert von etwa 292 Millionen US-Dollar gestohlen. Lido reagierte schnell und pausierte Ein- und Auszahlungen im EarnETH-Vault, um Risiken zu minimieren und weitere Komplikationen, insbesondere durch gehebelte Handelsstrategien, zu verhindern. Die Kern-Staking-Produkte wie stETH und wstETH sind von dem Vorfall nicht betroffen und funktionieren weiterhin normal. Um Nutzer vor potenziellen Verlusten zu schützen, wurde ein von der DAO finanzierter First-Loss-Puffer in Höhe von 3 Millionen US-Dollar aktiviert. Bisher konnten etwa 70 Millionen US-Dollar in ETH zurückgewonnen werden. Der Vorfall führte zu höheren Kreditkosten und einer Liquiditätsknappheit auf DeFi-Lending-Märkten, die Auswirkungen bleiben jedoch auf das EarnETH-Vault begrenzt. Lido arbeitet mit Kuratoren und Partnern zusammen, um die Situation zu klären und Verluste oder faule Kredite zuzuweisen. Andere Earn-Vaults funktionieren weiterhin, stehen aber teils unter Druck durch die Marktlage.