Lazarus-Gruppe: Mach-O Man Malware attackiert Krypto-Firmen
Die „Mach-O Man“-Malware der Lazarus-Gruppe attackiert gezielt macOS-Nutzer im Krypto- und Fintech-Bereich mit gefälschten Meetings und schwer erkennbarer Schadsoftware.
Die nordkoreanische Lazarus-Gruppe hat eine ausgeklügelte Cyberkampagne namens „Mach-O Man“ gestartet, die gezielt macOS-Nutzer im Krypto- und Fintech-Sektor angreift. Die Angreifer nutzen Social Engineering und verschicken über Plattformen wie Telegram, Zoom oder Google Meet gefälschte, dringende Meeting-Einladungen – häufig von kompromittierten Accounts. Opfer werden auf gefälschte Support-Seiten umgeleitet, wo sie dazu gebracht werden, einen Terminal-Befehl auszuführen. Dadurch wird eine modulare Malware installiert, die Zugangsdaten, Browser-Sitzungen und Daten aus dem macOS-Schlüsselbund stehlen kann. Die Schadsoftware läuft nativ auf Apple Silicon und Intel-Macs, kann sich selbst zerstören und ist auf hochrangige Ziele wie Führungskräfte und Entwickler zugeschnitten. Forscher sehen einen Zusammenhang mit jüngsten groß angelegten Krypto-Diebstählen. Sie warnen, dass klassische Sicherheitsmaßnahmen weniger wirksam sind, da die Infektion durch Benutzerinteraktion erfolgt. Organisationen sollten Terminal-basierte Köder blockieren und verdächtige LaunchAgents überprüfen.