Zonda-Krise: 330 Mio. USD in Bitcoin gesperrt

Zonda hat keinen Zugriff auf 4.500 BTC (über 330 Mio. USD), da die privaten Schlüssel vom vermissten Ex-CEO fehlen. Nutzer melden Auszahlungsverzögerungen und Solvenzängste.

Die polnische Kryptobörse Zonda steckt in einer schweren Krise: Eine Cold Wallet mit rund 4.500 Bitcoin – im Wert von etwa 330–334 Millionen US-Dollar – ist unzugänglich. Die privaten Schlüssel wurden beim Führungswechsel nie übergeben. Sie sollten vom ehemaligen CEO Sylwester Suszek bereitgestellt werden, der seit März 2022 vermisst wird. Der aktuelle CEO Przemysław Kral veröffentlichte erstmals die Wallet-Adresse und wies jede Beteiligung am Verschwinden Suszeks oder an einer möglichen Veruntreuung der Gelder zurück. Die Situation führte zu einem sprunghaften Anstieg der Auszahlungsanfragen – über 25.000 innerhalb weniger Stunden – und schürte Zweifel an der Zahlungsfähigkeit und den internen Kontrollen von Zonda. Blockchain-Analysten beobachteten einen deutlichen Rückgang der Hot Wallet-Bestände. Polnische Behörden untersuchen die Plattform. Kral betonte, wie wichtig es sei, Suszek zu finden, um das Problem zu lösen, und versicherte, dass das Unternehmen trotz wachsender Spekulationen über eine mögliche Insolvenz stabil bleibe.

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