San Francisco Krypto-Raub: 11 Mio. USD bei Lieferfahrer-Trick gestohlen
Ein Bewohner San Franciscos wurde von einem als Lieferfahrer getarnten Täter um 11 Mio. USD in Krypto beraubt – ein Beispiel für den weltweiten Anstieg gewaltsamer Angriffe auf Krypto-Besitzer. Die Rückholung der Gelder bleibt selten.
Ein Einwohner von San Francisco verlor 11 Millionen US-Dollar in Kryptowährungen, nachdem ein bewaffneter Täter, der sich als Lieferfahrer ausgab, am 22. November 2025 gegen 6:45 Uhr morgens in ein Haus im Mission Dolores Viertel eindrang. Der Angreifer nutzte die Liefermasche, um Zugang zu erhalten, bedrohte das Opfer mit einer Schusswaffe, fesselte es mit Klebeband und zwang es, Zugang zu digitalen Wallets sowie einen Laptop und ein Telefon herauszugeben. Dieser Vorfall ist Teil eines weltweiten Anstiegs gewaltsamer sogenannter „Wrench Attacks“, bei denen Kriminelle Krypto-Besitzer physisch zur Herausgabe ihrer Vermögenswerte zwingen. Im Jahr 2025 wurden über 60 solcher Angriffe dokumentiert – fast doppelt so viele wie im Vorjahr – mit ähnlichen Fällen in Großbritannien, Frankreich und anderen Ländern. Die Wiederbeschaffung gestohlener Gelder ist selten, da die Täter die Assets oft schnell über datenschutzorientierte Dienste transferieren. Behörden versuchen in der Regel, gestohlene Geräte zu orten und Vermögenswerte innerhalb der ersten 24 bis 72 Stunden einzufrieren, jedoch mit begrenztem Erfolg. Der Anstieg solcher Angriffe hat zu verstärkter Kontrolle und neuen Regulierungen wie dem Digital Financial Assets Law in Kalifornien geführt, das die Aufsicht und Rückgewinnung von Vermögenswerten verbessern soll.