110 Mrd. USD Krypto verlassen Südkorea 2025 wegen Regulierung

2025 transferierten Südkoreaner über 110 Mrd. USD in Krypto von lokalen auf ausländische Börsen, da strenge Vorschriften heimische Plattformen auf Spot-Trading beschränken und sie gegenüber Offshore-Angeboten benachteiligen.

Im Jahr 2025 transferierten südkoreanische Investoren laut einer gemeinsamen Studie von CoinGecko und Tiger Research über 160 Billionen Won (ca. 110 Milliarden US-Dollar) in Kryptowährungen von inländischen Börsen auf ausländische Plattformen. Dieser erhebliche Kapitalabfluss wurde durch strenge lokale Vorschriften verursacht, die den Handel an heimischen Börsen auf Spot-Trading beschränken, während ausländische Plattformen komplexere Produkte wie Derivate und Hebelhandel anbieten. Die Verzögerung bei der Umsetzung des Digital Asset Basic Act sowie anhaltende Uneinigkeiten über Stablecoin-Regeln haben eine regulatorische Lücke geschaffen, die es lokalen Börsen erschwert, wettbewerbsfähig zu bleiben. Trotz hoher Krypto-Adoption und rund 10 Millionen Investoren im Land stagnieren die Wachstumsraten von Börsen wie Upbit und Bithumb, da Kapital und Handelsaktivitäten zunehmend ins Ausland abwandern. Allein von Januar bis September 2025 verließen bereits fast 124 Billionen Won das Land – fast eine Verdreifachung gegenüber 2023. Koreanische Trader zahlten schätzungsweise 4,77 Billionen Won (3,36 Milliarden US-Dollar) an Gebühren an ausländische Börsen, wobei der Großteil an eine einzige Plattform floss. Der Trend unterstreicht die Notwendigkeit umfassender regulatorischer Reformen, um weiteren Kapitalabfluss zu verhindern und die Wettbewerbsfähigkeit des heimischen Kryptomarkts zu sichern.

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