UK verschärft Krypto-Steuermeldung: Das müssen Sie wissen
Das Vereinigte Königreich verpflichtet Krypto-Börsen, vollständige Nutzerdaten an HMRC zu melden. Neue CARF-Regeln machen alle Krypto-Aktivitäten nachvollziehbar, mit Strafen bei Falschangaben und internationalem Datenaustausch ab 2027.
Das Vereinigte Königreich hat eine umfassende Maßnahme gegen Steuerhinterziehung im Kryptobereich eingeleitet und neue Vorschriften erlassen, die Krypto-Börsen und Dienstleister verpflichten, detaillierte Transaktions- und Nutzerdaten an HM Revenue & Customs (HMRC) zu melden. Nach dem Cryptoasset Reporting Framework (CARF) der OECD, das ab dem 1. Januar gilt, müssen Börsen Informationen wie Kaufpreise, Verkäufe, Gewinne, Wallet-Aktivitäten und steuerliche Ansässigkeit aller britischen Nutzer erfassen und übermitteln. Diese Maßnahmen gelten für in- und ausländische Plattformen, die britische Nutzer bedienen, und sollen Schlupflöcher schließen sowie nicht gemeldete Gewinne verhindern. Ab 2027 wird HMRC diese Daten automatisch mit Steuerbehörden anderer teilnehmender Länder teilen, um die grenzüberschreitende Durchsetzung zu stärken. Die Vorschriften führen keine neuen Steuern ein, erhöhen aber die Kontrolle, mit Strafen bei Falschangaben. Jede Krypto-Transaktion, einschließlich Swaps und Geschenken, ist jetzt nachvollziehbar und kann steuerpflichtig sein. Das Vereinigte Königreich gehört zu den ersten 48 Ländern, die CARF umsetzen, über 75 Staaten wollen folgen. HMRC hat die Durchsetzung verschärft, 65.000 Warnschreiben an mutmaßliche Steuerhinterzieher verschickt und Steuerformulare um Krypto-Bereiche erweitert. Diese Schritte sollen den Kryptomarkt professionalisieren und die Einhaltung der Steuergesetze sicherstellen.