DeFi-Gruppen im Streit mit Citadel über SEC-Regeln
DeFi-Gruppen widersprechen Citadels Forderung nach strengeren SEC-Regeln für tokenisierte Wertpapiere und argumentieren, dass traditionelle Vorschriften für dezentrale Plattformen ungeeignet sind und Innovationen hemmen könnten.
Eine hitzige Debatte ist zwischen Befürwortern dezentraler Finanzen (DeFi) und Citadel Securities über die Regulierung von tokenisierten Wertpapieren entbrannt. Citadel Securities hat die US-Börsenaufsicht SEC aufgefordert, strengere Regeln für DeFi-Plattformen zu erlassen. Sie argumentieren, dass viele Projekte identifizierbare Intermediäre haben und ähnlich wie traditionelle Börsen oder Broker reguliert werden sollten. Als Antwort darauf sandte eine Koalition von DeFi-Organisationen – darunter der DeFi Education Fund, Andreessen Horowitz, The Digital Chamber und die Uniswap Foundation – einen Brief an die SEC, in dem sie Citadels Position widersprechen. Sie betonen, dass DeFi-Protokolle durch autonome Software ohne menschliche Vermittler funktionieren, wodurch traditionelle Regulierungsrahmen unpraktisch und innovationshemmend wären. Die DeFi-Gruppen heben hervor, dass ihre Systeme einzigartige Anlegerschutzmechanismen und Resilienz bieten und warnen davor, dass herkömmliche Regeln das Wachstum und die globale Wettbewerbsfähigkeit des Sektors beeinträchtigen könnten. Die Debatte verdeutlicht die anhaltenden Spannungen zwischen traditionellem Finanzwesen und der Kryptoindustrie, während Regulierungsbehörden überlegen, wie sie mit dem Aufstieg tokenisierter Vermögenswerte und Blockchain-Technologie umgehen sollen.