BC beschlagnahmt über 1 Mio. USD von QuadrigaCX-Mitbegründer
BC zieht über 1 Mio. USD in bar, Gold und Luxusgütern von QuadrigaCX-Mitbegründer Michael Patryn ein. Die Vermögenswerte sollen mit veruntreuten Geldern erworben worden sein und könnten zur Entschädigung der Gläubiger dienen.
Der Oberste Gerichtshof von British Columbia hat die Einziehung von über 1 Million US-Dollar in bar, Goldbarren, Luxusuhren und Schmuck angeordnet, die mit dem QuadrigaCX-Mitbegründer Michael Patryn in Verbindung stehen. Die Vermögenswerte, darunter 45 Goldbarren und etwa 250.000 US-Dollar in bar, wurden 2021 im Rahmen einer Unexplained Wealth Order aus einem Schließfach in Vancouver beschlagnahmt. Die Behörden behaupten, dass die Vermögenswerte mit veruntreuten Kundengeldern von QuadrigaCX erworben wurden. Die Börse brach 2019 zusammen und hinterließ über 76.000 Gläubiger mit erheblichen Verlusten. Patryn focht die Beschlagnahme zunächst aus verfassungsrechtlichen Gründen an, zog seine Verteidigung jedoch später zurück, sodass die Provinz mit der Einziehung fortfahren konnte. Die Polizei stellte außerdem Ausweisdokumente, Kreditkarten unter verschiedenen Namen und eine geladene Ruger-Pistole Kaliber .45 sicher. Die Provinz prüft nun, ob Teile der sichergestellten Vermögenswerte zur Entschädigung der QuadrigaCX-Gläubiger verwendet werden können, die im Insolvenzverfahren nur einen kleinen Teil ihrer Forderungen erhielten. Der Fall stellt eine bedeutende Anwendung der Unexplained Wealth Order-Regelung in British Columbia zur Bekämpfung von Finanzdelikten dar.