Jeff Yan fordert US-Krypto-Regeln für Marktbetreiber
Jeff Yan will US-Krypto-Regeln auf Finanzfirmen fokussieren, die Hyperliquids Blockchain nutzen, nicht auf das Netzwerk selbst. Das soll Innovation und Wall-Street-Integration fördern.
Jeff Yan, Gründer von Hyperliquid, plädiert für einen US-Regulierungsansatz, der die Compliance-Pflichten bei Finanzunternehmen sieht, die Märkte auf Hyperliquids Blockchain betreiben – nicht beim Netzwerk selbst. In Interviews betont Yan, dass die Aufsicht sich auf die Akteure konzentrieren sollte, die den Handel kontrollieren, ähnlich wie bei traditionellen Finanzinstituten, die Internet-Infrastruktur nutzen, ohne dass das Internet selbst reguliert wird. Diese Unterscheidung würde Hyperliquid ermöglichen, an der Wall Street Fuß zu fassen und Innovation zu fördern, ohne die volle Compliance-Last einer klassischen Börse zu tragen. Hyperliquid, eine dezentrale Plattform für Perpetual Futures Contracts, beschränkt aktuell den Zugang für US-Kunden aufgrund regulatorischer Hürden. Traditionelle Finanzinstitute, darunter Krakens Muttergesellschaft Payward, prüfen, wie sie Hyperliquids Technologie in regulierte Handelsaktivitäten integrieren können. Dabei wären regulierte Unternehmen für Onboarding, Überwachung und Reporting zuständig. Yans Vorschlag trennt die Rolle der Blockchain beim Matching und der Aufzeichnung von Trades von den Geschäftsaktivitäten der Marktbetreiber und sieht die Compliance-Verantwortung bei diesen Unternehmen, nicht beim Protokoll.