Südkorea führt bankengleiche Haftung für Krypto-Börsen ein

Südkorea will Krypto-Börsen bankengleiche Haftung auferlegen: Nutzer sollen bei Hacks oder Ausfällen entschädigt werden, mit Strafen bis zu 3 % des Jahresumsatzes.

Südkorea plant, Krypto-Börsen bankengleiche, verschuldensunabhängige Haftungsregeln aufzuerlegen, nachdem bei Upbit über 30 Millionen US-Dollar in Solana-basierten Token gestohlen wurden. Die Finanzaufsichtsbehörde arbeitet an einem Gesetzesentwurf, der Börsen verpflichtet, Nutzer für Verluste durch Hacks oder Systemausfälle unabhängig vom Verschulden zu entschädigen. Damit würden Krypto-Plattformen den Standards für Banken gemäß dem Electronic Financial Transactions Act gleichgestellt. Die vorgeschlagenen Regeln beinhalten strengere IT-Sicherheitsanforderungen, höhere betriebliche Standards und Strafen von bis zu 3 % des Jahresumsatzes bei Sicherheitsverstößen – anstelle der bisherigen Höchststrafe von 3,4 Millionen US-Dollar. Daten der Financial Supervisory Service zeigen, dass seit 2023 große Börsen 20 Systemausfälle mit über 900 betroffenen Nutzern und Verlusten von mehr als 5 Milliarden Won gemeldet haben. Die Gesetzesänderungen sollen den Verbraucherschutz stärken, die Compliance-Anforderungen erhöhen und die Sicherheit sowie Stabilität des Digital-Asset-Sektors verbessern. Die Reaktionen der Branche sind gemischt, da die Auswirkungen auf Betriebskosten und Sicherheitsmaßnahmen bewertet werden.

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