Kalshi unter Druck wegen Krypto-Handelsvolumen
Kalshi steht wegen angeblich künstlich aufgeblähter Krypto-Handelsvolumina in der Kritik. Kritiker bemängeln Diskrepanzen und Handelsmuster, die auf Wash Trading hindeuten. Kalshi weist Manipulationsvorwürfe zurück.
Kalshi, eine regulierte Prognosemarkt-Plattform, steht aktuell unter starker Beobachtung, nachdem Vorwürfe über künstlich aufgeblähte Krypto-Handelsvolumina laut wurden. Analysten und Trader stellten erhebliche Diskrepanzen zwischen den von Kalshi gemeldeten Handelsvolumina und dem tatsächlichen Open Interest fest – besonders bei ETH-PERP-Kontrakten, wo ein 24-Stunden-Volumen von 539 Millionen US-Dollar einem Open Interest von nur 3,1 Millionen US-Dollar gegenübersteht. Kritiker verweisen auf auffällige Handelsmuster wie wiederholte Trades identischer Größen, einen hohen Anteil an Maker-Aktivität und zahlreiche Transaktionen durch dieselben Wallet-Adressen. Diese Indizien deuten auf mögliches Wash Trading oder künstliche Liquidität hin. Zudem wird Kalshis Methode zur Volumenberechnung kritisiert, da sie die maximal mögliche Auszahlung statt des tatsächlich eingesetzten Kapitals zählt, was zu überhöhten Volumenangaben führt. Kalshi bestreitet Manipulationsvorwürfe und betont, dass die Volumenberichterstattung den Branchenstandards entspricht und durch regulatorische Meldungen transparent bleibt. Die Debatte betrifft inzwischen nicht nur Krypto-Kontrakte, sondern wirft auch Fragen zur Zuverlässigkeit des Handelsvolumens als Indikator für Marktaktivität und Liquidität auf.