Tether wegen USDT-Einfrierung ohne Gerichtsbeschluss verklagt
Zwei thailändische Geschäftsleute verklagen Tether, weil 42,4 Mio. USDT ohne Gerichtsbeschluss eingefroren wurden. Die Klage fordert Schadensersatz und stellt Tethers Befugnisse infrage.
Zwei thailändische Geschäftsleute, Nutthawat Rukthammachalern und Natthawat Kasamvilas, haben vor dem US-Bezirksgericht für den südlichen Bezirk von New York Klage gegen Tether eingereicht. Sie werfen dem Unternehmen vor, rund 42,4 Millionen USDT aus ihren Ethereum-Wallets eingefroren zu haben – und das ohne Gerichtsbeschluss. Die Sperrung erfolgte laut Berichten am 30. Oktober 2025, nachdem Tether eine informelle Anfrage eines Homeland Security Investigations-Agenten erhalten hatte. Zu diesem Zeitpunkt lag weder ein Durchsuchungsbefehl noch ein formelles rechtliches Verfahren vor. Die Kläger wurden vorab nicht informiert und Tether verwies sie später an den HSI-Agenten, als sie nach ihren gesperrten Geldern fragten. Im Februar 2026 wurde schließlich ein Beschlagnahmungsbefehl erlassen, der Tether anwies, die eingefrorenen USDT zu vernichten und neue Token für eine Regierungsadresse zu prägen. Die Klage fordert Schadensersatz, eine einstweilige Verfügung und die Rückgabe der Gewinne aus den Reserven der eingefrorenen Token. Der Fall wirft wichtige Fragen zur Befugnis von Stablecoin-Emittenten und zum Schutz der Nutzerrechte auf.