Singapur plant strenge Stablecoin-Regulierung
Singapur plant strenge Stablecoin-Regeln mit 100% Reservepflicht, Zinsverbot und klaren Emittentenstandards. Die öffentliche Konsultation läuft bis 16. Oktober 2026.
Die Monetary Authority of Singapore (MAS) hat Änderungen am Payment Services Act 2019 vorgeschlagen, um einen klaren Regulierungsrahmen für Stablecoins zu schaffen. Die Vorschläge umfassen eine 100%ige Reserve-Deckung, ein Zinsverbot, regelmäßige Stresstests sowie Sanierungs- und Abwicklungspläne. Zudem werden strenge Offenlegungs- und Kapitalanforderungen für Emittenten eingeführt. Nur lizenzierte Emittenten dürfen ihre Token künftig als „MAS-regulierte Stablecoins“ kennzeichnen. Auch bestimmte ausländische Stablecoins können qualifizieren, sofern sie vergleichbare regulatorische Standards erfüllen. Stablecoins, die nicht von der MAS reguliert werden, gelten weiterhin als digitale Zahlungstoken. Die MAS bittet um öffentliches Feedback zu den vorgeschlagenen Änderungen, insbesondere zu Regeln für ausländische Emittenten und zur Anerkennung in mehreren Rechtsordnungen. Die Konsultationsfrist endet am 16. Oktober 2026. Ziel ist es, bestehende Richtlinien in durchsetzbares Recht zu überführen, das Vertrauen der Verbraucher zu stärken und Klarheit für Emittenten und Nutzer zu schaffen.