Gemini im Earn-Schiedsverfahren freigesprochen
Gemini wurde im Earn-Schiedsverfahren von Täuschungs- und Fahrlässigkeitsvorwürfen freigesprochen. Nutzer erhielten ihr Kapital zurück, Zinsforderungen bleiben offen.
Gemini hat nach dem Zusammenbruch ihres Earn-Kreditprogramms einen wichtigen juristischen Erfolg erzielt. Ein Schiedsrichter entschied im August, dass Gemini die Nutzer weder getäuscht noch bei der Bewertung von Genesis Global Capital, dem Hauptpartner des Programms, fahrlässig gehandelt hat. Die Entscheidung basiert auf einer Klage eines Nutzers aus Ende 2024 und wies Ansprüche auf emotionale Schäden ab. Es gab keine ausreichenden Beweise für Pflichtverletzungen oder einen direkten Zusammenhang zwischen Geminis Verhalten und den behaupteten Schäden. Das Earn-Programm, das 2021 gestartet wurde, bot bis zu 7,4 % Jahresrendite durch das Verleihen von Kryptowährungen über Genesis. Nach der Aussetzung der Auszahlungen im November 2022 waren über 300.000 Nutzer betroffen. Bis Juni 2024 konnten sie jedoch ihre Hauptanlagen zurückerhalten. Die Ansprüche auf die versprochenen Zinsen bleiben weiterhin ungeklärt. Zudem sieht sich Gemini weiteren Rechtsstreitigkeiten im Zusammenhang mit Earn und dem Bundesstaat New York gegenüber.