Olympia-Chef wegen Zondacrypto-Skandal festgenommen

Olympia-Chef Piesiewicz wurde wegen Ermittlungen zum Zondacrypto-Zusammenbruch und mutmaßlicher Bestechung festgenommen. Tausende Anleger erlitten Verluste.

Radosław Piesiewicz, Präsident des Polnischen Olympischen Komitees, wurde am 27. August 2026 in Warschau im Rahmen einer strafrechtlichen Untersuchung zum Zusammenbruch der Kryptobörse Zondacrypto festgenommen. Die Staatsanwaltschaft prüft Vorwürfe, dass Piesiewicz unzulässige Vorteile wie eine Luxus-Uhr im Wert von rund 40.000 €, Reisekosten und Eintrittskarten für Sportveranstaltungen erhalten habe. Im Gegenzug soll er Zondacrypto bei regulatorischen Problemen unterstützt haben. Piesiewicz bestreitet jegliches Fehlverhalten und behauptet, die Uhr selbst bezahlt zu haben. Der Zusammenbruch von Zondacrypto führte zu geschätzten Kundeneinbußen zwischen 350 Millionen PLN und 2,4 Milliarden PLN. Tausende Anleger sind betroffen, und polnische Sportler sowie Trainer mussten auf versprochene Prämien verzichten. Das Ereignis führte zu einem erheblichen Vertrauensverlust in Sportinstitutionen. Zahlreiche Verbände fordern den Rücktritt von Piesiewicz. Bislang wurden keine formellen Anklagen erhoben, die Festnahme gilt als Verfahrensmaßnahme.

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