Binance gab Nutzerdaten in Ukraine-Krypto-Fall an Russland

Binance übermittelte in einem Fall zu Krypto-Spenden an die Ukraine Nutzerdaten an russische Behörden. Dies wirft Fragen zum Datenschutz und zur Compliance mit EU-Vorgaben auf.

Mehrere Berichte zeigen, dass Binance russischen Behörden Nutzerdaten, darunter Transaktionsaufzeichnungen und persönliche Identifikation, bereitgestellt hat. Dies geschah im Zusammenhang mit Krypto-Spenden an Organisationen, die mit dem ukrainischen Militär verbunden sind. Die Daten wurden als Beweismittel gegen Yuri Belenkiy verwendet, dem vorgeworfen wird, über 700 US-Dollar in Kryptowährungen an Gruppen überwiesen zu haben, die von Russland als Terrororganisationen eingestuft werden. Zu den weitergegebenen Informationen gehörten Belenkiys Adresse, Telefonnummer, Geburtsdatum, Passdaten und bulgarische Aufenthaltserlaubnis. Dieser Vorfall wirft erhebliche Bedenken hinsichtlich des Datenschutzes und der Compliance von Binance auf, insbesondere im Umgang mit Daten von EU-Bürgern nach dem Rückzug aus dem russischen Markt. Die Krypto-Community diskutiert nun das Gleichgewicht zwischen gesetzlicher Compliance und dem Schutz der Privatsphäre. Binance hat sich bislang nicht zu den Details geäußert.

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