Chainalysis klagt gegen US-Regierung wegen TRM Labs-Vertrag

Chainalysis klagt gegen die US-Regierung wegen eines 94,7-Millionen-Dollar-Vertrags, der ohne Ausschreibung an TRM Labs vergeben wurde. Die Anhörung ist für den 2. September 2026 angesetzt.

Chainalysis Government Solutions hat beim US Court of Federal Claims Klage gegen die US-Regierung eingereicht. Das Unternehmen stellt die Entscheidung des Department of Homeland Security sowie Immigration and Customs Enforcement (ICE) infrage, einen Einzelquellenvertrag im Wert von rund 94,7 Millionen US-Dollar an TRM Labs zu vergeben. Chainalysis argumentiert, dass die üblichen wettbewerblichen Vergabeverfahren umgangen wurden, wodurch TRM Labs den exklusiven Vertrag ohne offene Ausschreibung erhielt. Der Vertrag umfasst Blockchain-Analytics- und Forensik-Software-Dienstleistungen für Ermittlungen des Homeland Security und läuft vom 1. Juli 2026 bis zum 30. Juni 2027. TRM Labs ist dem Verfahren beigetreten, um die Vergabe zu verteidigen. Das Gericht hat die Klageschrift von Chainalysis aufgrund vertraulicher Informationen versiegelt und einen beschleunigten Zeitplan für Schriftsätze festgelegt. Die mündliche Verhandlung ist für den 2. September 2026 angesetzt. Das Ergebnis könnte Auswirkungen auf künftige staatliche Beschaffungspraktiken im Bereich Krypto-Analytics haben.

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