Farage gewinnt Nachwahl – Krypto-Spenden-Ermittlung läuft
Nigel Farage gewann die Nachwahl in Clacton, steht aber wegen nicht gemeldeter Krypto-Spenden erneut unter Untersuchung. Die Ermittlungen könnten zu einer Suspendierung führen und zeigen regulatorische Lücken auf.
Nigel Farage hat seinen Parlamentssitz in Clacton mit über 62 % der Stimmen zurückgewonnen. Doch seine Rückkehr ins Parlament wird von einer wieder aufgenommenen Untersuchung zu nicht deklarierten, krypto-bezogenen Spenden überschattet. Der britische Parliamentary Commissioner for Standards hat die Untersuchung wieder aufgenommen, die nach Farages Rücktritt pausiert worden war. Im Mittelpunkt steht eine Spende von £5 Millionen (6,7 Millionen US-Dollar) vom Krypto-Investor Christopher Harborne sowie zusätzliche Unterstützung von George Cottrell, der Verbindungen zur Krypto-Branche und eine Verurteilung wegen Betrugs hat. Farage betont, es gehe um Offenlegungspflichten, nicht um Illegalität. Der Fall macht regulatorische Lücken bei der Parteienfinanzierung deutlich, insbesondere im Hinblick auf digitale Vermögenswerte. Labour-Abgeordnete fordern deshalb ein Moratorium für Krypto-Spenden, um ausländische Einflussnahme zu verhindern. Sollte Farage gegen Parlamentsregeln verstoßen haben, drohen ihm Suspendierung und Nachwahl. Die Untersuchung unterstreicht die wachsende Debatte über Transparenz und Regulierung von krypto-bezogenen politischen Spenden im Vereinigten Königreich.