Südkorea verschärft Krypto-Regeln: Beschlagnahmen & Travel Rule
Südkorea verschärft Krypto-Regeln: Börsen müssen Kundenbestände offenlegen, die Travel Rule gilt für alle Transfers und strengere Vorschriften für Börsen werden eingeführt.
Südkorea führt bedeutende Änderungen in der Kryptoregulierung ein. Bis zum 11. August können öffentliche Stellungnahmen zu neuen Regeln abgegeben werden, die Krypto-Börsen verpflichten, Kundenbestände innerhalb von sieben Tagen nach gerichtlicher Anordnung offenzulegen. Werden diese Regeln finalisiert, treten sie am 1. Oktober in Kraft und standardisieren das Einfrieren sowie die Liquidation virtueller Vermögenswerte bei zivilrechtlichen Schuldenfällen. Unabhängig davon hebt Südkorea die Schwelle von 1 Million Won für die Travel Rule auf. Künftig gelten die Anforderungen zum Informationsaustausch für alle Transfers zwischen registrierten Krypto-Dienstleistern, unabhängig vom Betrag. Damit soll verhindert werden, dass Nutzer die Regel durch Aufteilung von Transfers umgehen. Das Kabinett hat zudem strengere Vorschriften für Börsen gebilligt, darunter eine Begrenzung des Verschuldungsgrads auf 200 %, strengere Aktionärsprüfungen sowie Vorgaben für professionelles Personal und interne Kontrollen. Einige Bestimmungen treten am 20. August in Kraft, die Änderungen der Travel Rule sechs Monate später. Bestehende Börsen erhalten eine einjährige Übergangsfrist.