Krypto-Verband klagt gegen Illinois wegen 0,2%-Steuer
Die Digital Chamber klagt gegen Illinois, um eine 0,2%-Steuer auf Krypto-Transaktionen ab 2027 zu stoppen. Sie sieht darin eine ungerechte Benachteiligung und einen Verfassungsverstoß.
Die Digital Chamber, ein Branchenverband der Kryptoindustrie, hat Klage gegen den US-Bundesstaat Illinois eingereicht. Ziel ist es, die Durchsetzung einer neuen 0,2%-Steuer auf Transaktionen mit digitalen Vermögenswerten zu verhindern, die ab Januar 2027 gelten soll. Die Steuer wurde durch Senate Bill 3019 als Teil des Haushaltsplans für das Geschäftsjahr 2027 eingeführt und bezieht sich auf den Wert der gehandelten oder transferierten digitalen Assets, nicht auf Gewinne oder Gebühren. Betroffen sind Unternehmen mit einem Bruttoumsatz von über 100.000 US-Dollar, die in Illinois tätig sind. Die Digital Chamber argumentiert, dass das Gesetz Blockchain-Transaktionen ungerechtfertigt anders behandelt, gegen Bundes- und Staatsverfassung verstößt und durch den Internet Tax Freedom Act aufgehoben wird. Die Klage fordert sofortige und dauerhafte Unterlassungsverfügungen gegen die Steuer und nennt Staatsbeamte als Beklagte. In der Kryptoindustrie stößt die Maßnahme auf breite Kritik, da sie als strengste Steuer auf digitale Vermögenswerte in den USA gilt und Bedenken hinsichtlich Umsetzung und Marktauswirkungen hervorruft.