Anthropic zahlt Rekordsumme im KI-Urheberrechtsstreit

Anthropic zahlt 1,5 Mrd. $ an Autoren wegen KI-Trainings mit raubkopierten Büchern. Über 480.000 Werke sind abgedeckt, unautorisierte Daten werden vernichtet.

Ein Bundesrichter in San Francisco hat den 1,5-Milliarden-Dollar-Vergleich zwischen Anthropic und einer Gruppe von Autoren genehmigt. Dies stellt die größte bekannte Urheberrechtsauszahlung in der US-Geschichte dar. Die 2024 eingereichte Klage warf Anthropic vor, Raubkopien von Büchern zur Schulung seines Claude-AI-Chatbots verwendet und über 7 Millionen raubkopierte Bücher unrechtmäßig gespeichert zu haben. Der Vergleich umfasst mehr als 480.000 Werke. Anspruchsberechtigte erhalten etwa 3.000 US-Dollar pro Werk – das Vierfache des gesetzlichen Mindestbetrags. Über 91 % der berechtigten Autoren und Verlage haben ihren Anteil beansprucht, während einige eigene Klagen verfolgen. Anthropic muss zudem alle unautorisierten Daten vernichten. Während das Gericht entschied, dass das Training von KI mit Büchern als Fair Use gelten könnte, wurde das Speichern raubkopierter Bücher als Verstoß gewertet. Der Fall setzt einen wichtigen Präzedenzfall für Urheberrechtsrisiken in der KI-Branche.

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