Upbit drohen Sanktionen nach Millionen-Hack in Südkorea
Südkoreas Finanzaufsicht leitet Sanktionsverfahren gegen Upbit-Betreiber Dunamu nach Hack über 32–36 Mio. USD ein. Gesetzeslücken erschweren die Strafzumessung.
Die südkoreanische Finanzaufsicht (Financial Supervisory Service) hat ein formelles Sanktionsverfahren gegen Dunamu, den Betreiber der Krypto-Börse Upbit, eingeleitet. Hintergrund ist ein schwerer Hack im November 2025, bei dem rund 44,5 Milliarden Won (etwa 32–36 Millionen US-Dollar) entwendet wurden. Der Angriff, der sich auf Solana-basierte Assets konzentrierte und etwa 54 Minuten dauerte, führte dazu, dass die Behörde nicht nur die Sicherheitslücke, sondern auch den Zeitpunkt der öffentlichen Bekanntgabe durch Upbit prüft. Dunamu erhielt ein offizielles Prüfungsstellungnahme-Schreiben, womit das Sanktionsverfahren begann. Das Unternehmen kann nun Stellung nehmen, bevor über mögliche Strafen entschieden wird. Allerdings fehlen im südkoreanischen Virtual Asset User Protection Act klare Regelungen für Sanktionen bei Hacks oder Systemausfällen, sodass das Strafmaß unklar bleibt. Upbit hat betroffene Kunden entschädigt und seine Wallet-Systeme nach dem Vorfall verbessert. Der Fall zeigt eine Gesetzeslücke auf, die Behörden künftig in der Digital-Asset-Gesetzgebung schließen wollen.