Coinbase von Rekordanfragen und Datenschutzproblemen betroffen

Coinbase verzeichnete einen Anstieg der Anfragen von Strafverfolgungsbehörden um 19 % auf 12.716 weltweit, davon 53 % außerhalb der USA. Frankreichs Anfragen stiegen um 111 %. Die meisten betrafen Strafsachen, bei wachsender Regulierung und Datenschutzbedenken.

Coinbase meldete weltweit einen Rekordwert von 12.716 Anfragen von Strafverfolgungsbehörden und Regierungsstellen zwischen Oktober 2024 und September 2025, was einem Anstieg von 19 % gegenüber dem Vorjahr entspricht. Über die Hälfte dieser Anfragen (53 %) stammte aus Ländern außerhalb der USA, wobei Frankreich mit einem dramatischen Anstieg von 111 % die drittgrößte Quelle nach den USA und Großbritannien wurde. Die Mehrheit der Anfragen (95 %) bezog sich auf strafrechtliche Ermittlungen, während nur 5 % zivil- oder verwaltungsrechtliche Angelegenheiten betrafen. Die USA, Deutschland, Frankreich, Großbritannien und Australien machten etwa 80 % aller Anfragen aus. Bemerkenswert ist, dass Deutschland einen Rückgang von 5 % verzeichnete, während Großbritannien und Spanien zweistellige Zuwächse meldeten. Coinbase betonte sein Engagement für den Schutz der Privatsphäre der Nutzer, prüft jede Anfrage einzeln und gibt nur notwendige Informationen heraus. Der Anstieg der Anfragen fällt mit einer verstärkten regulatorischen Kontrolle und jüngsten Sicherheitsvorfällen zusammen, darunter ein schwerwiegender Datenverstoß im Mai, der über 69.000 Nutzer betraf und zu erheblichen finanziellen Schäden sowie rechtlichen Schritten führte. Die europäischen und britischen Tochtergesellschaften von Coinbase sahen sich zudem regulatorischen Strafen wegen Compliance-Verstößen ausgesetzt.

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