Binance nach MiCA-Rückzug zu neuen EU-Lizenzen eingeladen
Binance zog seinen MiCA-Antrag in Griechenland zurück, wird aber von mehreren EU-Staaten eingeladen, neue Lizenzen zu beantragen. Das Unternehmen bleibt Europa verpflichtet und expandiert in Asien.
Binance sucht aktiv nach neuen Lizenzierungsmöglichkeiten in Europa, nachdem das Unternehmen seinen Antrag auf eine Markets in Crypto-Assets (MiCA)-Lizenz in Griechenland zurückgezogen hat. Co-CEO Richard Teng bezeichnete diesen Schritt als überraschend, da Binance einen vollständig konformen Antrag eingereicht und positive Signale von den Regulierungsbehörden erhalten habe. Nach dem Rückzug haben mehrere EU-Mitgliedstaaten Binance eingeladen, unter dem MiCA-Rahmenwerk neue Lizenzen zu beantragen. Die Gespräche befinden sich noch in einem frühen Stadium, und es wurden keine spezifischen Jurisdiktionen genannt. Der Rückzug führte zu erheblichen Abflüssen von Nutzervermögen: 70 % wechselten zu Self-Hosted Wallets, und es kam zu wöchentlichen Nettoabflüssen von 1,23 Milliarden US-Dollar in Europa. Trotz dieser Herausforderungen bekräftigt Binance sein Engagement für den europäischen Markt und beschleunigt zudem die Expansion in Asien, zuletzt durch den Markteintritt auf den Philippinen in Partnerschaft mit Blockshoals Technologies. Die Erfahrungen verdeutlichen die Komplexität regulatorischer Genehmigungen in der EU und die Bedeutung neuer Lizenzen für den weiteren Betrieb.