Indiens Zentralbank erneuert Vorstoß für Krypto-Verbot

Indiens Zentralbank fordert ein Krypto-Verbot wegen Risiken für Finanzstabilität und Steuerhinterziehung. Behörden warnen vor Problemen bei Kontrolle und Durchsetzung.

Die indische Zentralbank hat erneut ein Verbot privater Kryptowährungen gefordert. Sie empfiehlt, Banken und Finanzinstitute vom Halten, Handel oder jeglicher Exponierung gegenüber digitalen Vermögenswerten und privat emittierten Stablecoins auszuschließen. Die Reserve Bank of India (RBI) argumentiert, dass solche Maßnahmen notwendig seien, um die finanzielle Stabilität und die monetäre Souveränität des Landes zu schützen. Die RBI warnt, dass privat emittierte digitale Vermögenswerte die Kontrolle über Zahlungsströme und Kapitalbewegungen untergraben könnten. Interne Regierungsdokumente zeigen zudem, dass die RBI eine Regulierung von Kryptowährungen für schwierig hält. Sie befürchtet, dass eine Regulierung den Sektor legitimieren und systemrelevant machen könnte. Auch die Steuerbehörde äußert Bedenken hinsichtlich Steuerhinterziehung. Sie stellt fest, dass weniger als ein Viertel der Krypto-Trader ihre Transaktionen im Finanzjahr 2022–23 gemeldet haben. Offshore-Börsen und private Wallets erschweren die Durchsetzung und Steuererhebung. Trotz fast 39 Millionen Krypto-Investoren bleibt die Haltung der RBI unverändert und setzt den seit über einem Jahrzehnt anhaltenden vorsichtigen Kurs fort.

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