Südkorea prüft Polymarket wegen Glücksspielverdacht
Südkorea prüft Polymarket wegen möglicher Verstöße gegen Glücksspielgesetze. Maßnahmen werden verschoben, bis eine Stellungnahme vorliegt. Das Ergebnis könnte die Regulierung von Prognosemärkten beeinflussen.
Südkoreanische Behörden überprüfen derzeit Polymarket, eine blockchain-basierte Prognosemarkt-Plattform, auf mögliche Verstöße gegen die strengen Anti-Glücksspielgesetze des Landes. Die Korea Communications Standards Commission und weitere Regulierungsbehörden haben Durchsetzungsmaßnahmen vorerst ausgesetzt. Sie wollen zunächst die formale Stellungnahme von Polymarket abwarten, bevor sie eine endgültige Entscheidung treffen. Diese Überprüfung folgt auf polizeiliche Ermittlungen gegen lokale Nutzer, insbesondere im Zusammenhang mit wahlbezogenen Wetten. Es handelt sich um die erste bekannte Durchsetzungsmaßnahme gegen Nutzer eines dezentralen Prognosemarktes in Südkorea. Die Behörden wollen klären, ob die ereignisbasierten Verträge von Polymarket nach koreanischem Recht als illegales Glücksspiel einzustufen sind. Das Ergebnis könnte einen wichtigen Präzedenzfall für die Regulierung von Offshore-Blockchain-basierten Wettplattformen in Südkorea und darüber hinaus schaffen. Die Behörden betonen eine sorgfältige Prüfung und berücksichtigen sowohl die Rechtmäßigkeit als auch die operative Struktur von Polymarket, bevor sie weitere Schritte einleiten. Auch international wächst die regulatorische Aufmerksamkeit für Prognosemärkte.