Binance stoppt Handel in Frankreich nach MiCA-Aus
Binance stoppte den Handel für 2 Mio. französische Nutzer nach verpasster MiCA-Lizenz. Mehrere EU-Länder sind betroffen. Auszahlungen bleiben möglich, während Wettbewerber um Nutzer werben.
Binance hat den Handel für Nutzer in Frankreich sowie in mehreren weiteren EU-Ländern ausgesetzt, da das Unternehmen die Markets in Crypto-Assets (MiCA)-Lizenz bis zur Frist am 1. Juli 2026 nicht erhalten konnte. Rund zwei Millionen französische Nutzer verloren dadurch den Zugang zu Spot-, Margin- und Futures-Handel. Auszahlungen bleiben weiterhin möglich, und die Vermögenswerte sollen laut Berichten 1:1 gedeckt sein. Die Aussetzung folgt auf monatelange regulatorische Unsicherheit und gescheiterte Zulassungsversuche, darunter ein zurückgezogener Antrag in Griechenland nach Einwänden europäischer Behörden. Auch Nutzer in Italien, Polen und Spanien sind betroffen. Im Monat vor Ablauf der Frist verzeichnete Binance Nettoabflüsse von 1,6 Milliarden US-Dollar, während Ethereum-Auszahlungen auf der Plattform ein Dreijahreshoch erreichten. Konkurrenten wie Coinbase und OKX starteten gezielte Kampagnen, um abgewanderte Nutzer zu gewinnen. Das MiCA-Regelwerk verlangt nun, dass Krypto-Unternehmen in mindestens einem EU-Mitgliedstaat lizenziert sein müssen, um Kunden im gesamten Block bedienen zu dürfen. Dies verschärft den Wettbewerb und verschafft zugelassenen Börsen einen Compliance-Vorteil.